Gaddafi-Gesandter spricht mit britischer Regierung

Der libysche Regierungs-Gesandte, Mohammed Ismail, hat Gespräche mit den britischen Behörden geführt. Die Regierung habe dem Berater des Gaddafi-Sohnes, Seif al-Islam deutlich gemacht, dass der Diktator gehen müsse.

Die Nachricht von dessem Besuch wurde, so die BBC, bekannt, nachdem sich der ehemalige libysche Außenminister Moussa Koussa am Mittwochabend nach Großbritannien abgesetzt hatte. Es werden nun verstärkt Vermutungen laut, dass sich Gaddafi auf der Suche nach einem Exil-Standort befindet. Denn in den vergangenen zwei Wochen habe es bereits mehrere Treffen zwischen Vertretern der beiden Länder gegeben.

Die Luftangriffe der US-Armee haben mittlerweile gut ein Viertel der libyschen Militär-Kapazitäten zerstört. Darüber hinaus hat es nach der Ankunft Koussas in London unbestätigte Berichte gegeben, dass weitere hochrangige Libyer abtrünnig geworden seien. So berichtet der Nachrichtensender Al Jazeera von weiteren Ministern, die nun auf der Insel erwartet werden würden, darunter auch der stellvertretende Außenminister. Einer, der jedoch offen bekundete, dass er nicht die Absicht habe zu gehen, ist Ölminister Shukri Ghanim.

Unterdessen hat der deutsche Außenminister Guido Westerwelle seinen Standpunkt in Sachen Militär-Intervention bekräftigt: Gemeinsam mit China fordert er eine politische Lösung des Konflikts. Ein erster nötiger Schritt hierzu sei ein Waffenstillstand. So appellierte der FDP-Politiker an Machthaber Muammar al-Gaddafi, nun einen friedlichen politischen Prozess zuzulassen.

In der Zwischenzeit liefert Al Jazeera wertvolle Stimmen aus der Hauptstadt Tripolis. Gegner des Regimes sprechen hier über ihre Hoffnungen und Frustrationen:

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