Fukushima: Die Evakuierten werden nie mehr zurückkehren

Die Evakuierung der Bewohner aus der Nähe des havarierten Kernkraftwerks Fukushima sind als langfristig zu betrachten. Das gab Regierungssprecher Yukio Edano bekannt. Gleichzeitig wehrt sich Japan die Sicherheitszone auf 40 Kilometer zu erweitern.

Die jetzige Ankündigung  sich auf ein längerfristiges Szenario einzustellen, ging mit der Entdeckung hoher Strahlenwerte im Grundwasser einher, die 15 Kilometer unter dem Reaktor I gemessen wurden.

Mehr als 70.000 Menschen sind bisher aus einer 20 Kilometer großen Sicherheitszone rund um die Anlage evakuiert worden. Weitere 136.000 Menschen, die in einer 10km-Zone leben, wurden von den Behörden aufgefordert, diese Gegend zu verlassen oder zu Hause zu bleiben. Zehntausende Menschen aus der Umgebung des Unglücksreaktors leben derzeit bereits in Notunterkünften, berichtet die BBC. Die Situation vielerorts gilt als schlecht. In einigen Lagern gebe es keinen Strom. Informationen kämen nicht bei den Erdbebenopfern an.

Gleichzeitig wehren sich die Behörden gegen die Aufforderung der UN-Atomenergiebehörde, die Sperrzone um den Betrieb zu erweitern, nachdem auch im Dorf Iitate, 40 Kilometer von Fukushima entfernt, die Grenzwerte überschritten wurden.

Suche nach Opfern der Katastrophe geht weiter

Inzwischen hat auch eine intensive Suche nach den Überresten der Opfer der Katastrophe vom 11. März begonnen. Drei Wochen nach dem Beben der Stärke 9,0 ist die wahre Zahl noch immer unbekannt. Bisher gibt es mehr als 11.500 bestätigte Todesfälle, fast 16.500 bleiben vermisst. Mehr als 100 japanische und US-Militärflugzeuge sowie 65 Schiffe sind aktuell an der Nord-Ost-Küste des Landes, um nach Opfern zu suchen und diese zu bergen.

Das Ausmaß der Zerstörung ist immer noch unfassbar:

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