Unruhen in Syrien: Erdogan will vermitteln

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Besorgnis über Unruhen im benachbarten Syrien zum Ausdruck gebracht. Er kündigte an, weitere Gespräche mit Präsident Bashar al-Assad führen zu wollen. Die Proteste gegen seine elfjährige Herrschaft bezeichnet dieser als ausländische Verschwörung.

„Ich beabsichtige, ihn in den nächsten Tagen anrufen. Ich möchte sehen, was diese Aussagen verursacht hat“, so Erdogan gegenüber Journalisten, die ihn bei seinem Besuch in Großbritannien am Donnerstag getroffen hatten.

Der Politiker nahm Bezug auf Assads Rede vom Anfang dieser Woche. „Ich will sehen, was im Hinblick auf die Erwartungen der Menschen passiert“, sagte Erdogan an Bord des Fluges auf der Rückreise aus dem Vereinigten Königreich in die Türkei. Diese erheben Forderungen nach Aufhebung des Ausnahmezustands, der seit Jahrzehnten über Syrien verhängt ist. Daneben geht es um die Freilassung politischer Gefangener und eine neue Verfassung.

Außenministerium und Geheimdienst involviert

„Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, werden wir ihm [das] sagen, “ so Erdoğan über das Telefongespräch, das er mit Assad führen will.  Er empfahl dem syrischen Präsidenten Bashar al Assad zwar Reformen, einen Rücktritt lehnte er jedoch ab.

Bisher hat Erdoğan bereits zweimal in den letzten Tagen mit Assad gesprochen, um mit ihm über die Unruhen in Syrien zu diskutieren. Doch nicht nur der Ministerpräsident engagiert sich mit Ratschlägen. Auch das türkische Außenministerium und der Geheimdienst sind aktiv: Geheimdienstchef Hakan Fidan besuchte am vergangenen Wochenende Damaskus.

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