Türkei verurteilt Angriff auf UN-Büro

Der Racheakt im Zuge der Koranverbrennung in Florida kostete bisher sieben UN-Mitarbeiter und mindestens zwölf Demonstranten das Leben. Am Wochenende kam es zu weiteren Ausschreitungen. Auch die Türkei hat nun reagiert. Sie verurteilt den Angriff als "Akt der Provokation".

In einer Erklärung brachte das türkische Außenministerium sein „tiefes Bedauern“ über den Angriff zum Ausdruck und sprach den Familien, den Angehörigen, sowie der gesamten UN-Gemeinschaft ihr Beileid aus, so berichtet Todays Zaman.

In der Folge einer Koran-Verbrennung am 20. März durch den radikalen Pastor Terry Jones im US-Bundesstaat Florida griffen Demonstranten und Aufständische  am Freitag das UN-Büro im aghanischen Masar-i-Scharif an. „Die UNO ist eine gemeinsame Organisation der ganzen Menschheit. Ihre Mission ist in erster Linie die Unterstützung des afghanisches Volks“, so heißt es weiter in der Erklärung. Darin wird betont, dass der Angriff „unter keinen Umständen gerechtfertigt werden kann“.

Koranverbrennung und Racheakt sind nicht tolerierbar

„Wir verurteilen den Angriff“, wird in der Erklärung herausgestellt. Die Verbrennung des Korans sei „unverantwortlich und ein Akt der Provokation“. Es sei klar, dass solche Aktionen die Arbeit der internationalen Mitarbeiter in Afghanistan erschweren würden.

US-Präsident Barack Obama äußerte sich in eine ähnliche Richtung. Er erklärte: „Die Schändung von jedem heiligen Text, einschließlich des Koran, ist ein Akt extremer Intoleranz und Bigotterie.“ Gleiches gelte jedoch auch für die Gewaltakte in Afghanistan. Es sei ebenso schändlich, als Antwort darauf unschuldige Menschen anzugreifen und zu töten.

In Afghanistan haben die Proteste gegen die Koranverbrennung in den USA auch am Wochenende angehalten. Bei schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in der südafghanischen Stadt Kandahar kamen nach offiziellen Angaben zwölf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

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