Fukushima: Radioaktives Wasser wird ins Meer geleitet

Arbeiter am havarierten Kraftwerk Fukushima I haben nun damit begonnen schwach radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer zu pumpen, um so Platz für das immer noch austretende hochradioaktive Wasser aus Reaktor 2 zu schaffen.

Insgesamt sollen gut 11.500 Tonnen Wasser abgepumpt und in den Pazifik geleitet werden, sodass wiederum Wasser mit einem höheren radioaktiven Gehalt aufgefangen werden kann. Das berichtet die BBC.

Regierungssprecher Yukio Edano betonte, dass es derzeit keine andere Option gäbe. Man sei sich dessen bewusst, dass das Wasser in Reaktor 2 bereits hochgradig radioaktiv verstrahlt sei. Das Wasser, das ins Meer geleitet werden soll, enthalte das 100-fache der gesetzlichen Strahlengrenze – „ein relativ niedriges Niveau“, so die Einschätzung von Roland Bürk aus dem BBC-Büro in Tokio.

Mit immer neuen Methoden gegen das Leck in Reaktor 2

Bemühungen das Leck am Reaktor 2 zu schließen dauern unterdessen an. Am vergangenen Wochenende war ein 20 Zentimeter langer Riss im Betonboden des Reaktors entdeckt worden. Bereits am Samstag befürchtete Tepco-Sprecher, Hidehiko Nishiyama: „Es könnte andere, ähnliche Risse in dem Gebiet geben, und wir müssen sie so schnell wie möglich finden.“ Versuche, die Stelle mit Beton oder Kunstharz abzudichten blieben bisher ohne Erfolg. Die Arbeitnehmer versuchen jetzt mit Hilfe von Farbstoff die Strecke des Wassers zu verfolgen.

Seit mehr als drei Wochen kämpft eine kleine Truppe verbliebener Arbeiter nun darum das Kernkraftwerk wieder unter Kontrolle zu bringen. Mittlerweile gibt es auch die ersten bestätigten Toten im Unglücksreaktor. Die beiden Arbeiter wurden bereits Mitte der letzten Woche gefunden.

Merkel: AKW sind „reale Gefahr“

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat sich am Sonntag auf der Industrie-Messe in Hannover zur Lage in Fukushima geäußert. Merkel sagte, das Wort „Restrisiko“ gelte seit Fukushima als „reale Gefahr“:

http://www.youtube.com/watch?v=be8mYZjp8eI&feature=related

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