Rasmussen und Erdogan beraten über Libyen-Konflikt

Der NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen ist am Montag zu Gesprächen mit dem türkischen Premierminister Erdogan in Ankara zusammengekommen. Gemeinsam wurde über den anhaltenden Konflikt in Libyen beraten.

Nach wie vor ist die Türkei um einen Waffenstillstand in Libyen bemüht. Inwieweit dies im Einklang mit einer UN-Resolution stünde, welche die „sofortige Einrichtung einer Waffenruhe“ beinhalten würde, wurde ebenso besprochen wie die Sorge der türkischen Regierung um das Wohl und den Schutz der Zivilbevölkerung.

Die erste Station des Türkei-Besuches galt denn auch Premierminister Erdogan. Am Treffen nahmen darüber hinaus Verteidigungsminister Vecdi Gönül sowie Außenminister Ahmet Davutoğl teil, der sich eine Pause von den wöchentlichen Kabinettssitzung nahm, um sich mit Rasmussen treffen.

Neben der Debatte um einen baldigen Waffenstillstand ging es hierbei auch darum, inwiefern dem Willen des libyschen Volk Respekt entgegengebracht werden müsse. Daneben informierte Rassmussen Erdogan über die neue Kommando-Struktur der NATO.

Türkei empfängt libyschen Gesandten

Fast zur selben Zeit traf sich der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu mit Abdul-Qadr al-Obeidi, seinem designierten libyischen Amtskollegen und Sonderbotschafter von Staatschef Muammar al-Gaddafi. Zuvor wurde al-Obeidi bereits von Griechenlands Ministerpräsident George Papandreou empfangen.

Nach dem Treffen mit Erdogan fuhr Rasmussen zu weiteren Gesprächen zu Davutoglus Amtssitz. Davutoglu unterstrich in einem Statement nach dem Treffen noch einmal die Bedeutung der „territorialen Integrität Libyens“, die Sicherheit der Libyer, sowie das Ende der Tötung von Zivilisten und die Schaffung von Rahmenbedingungen zur Normalisierung der Situation.

Rettung von Flüchtlingen per Fähre

Zugleich hat die Türkei ihre Sonderrolle im Libyen-Konflikt auch durch Taten unterstrichen. In einer spektakulären Rettungsaktion wurden hunderte Flüchtlinge per Fähre aus dem Krisengebiet um Benghazi gerettet und auf dem Boot medizinisch versorgt.

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