Fukushima: Ein Leck wurde verschlossen

Gute Nachrichten aus dem havarierten Kernkraftwerk Fukushima: Arbeitern ist es nun gelungen, ein Leck, das radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer gelangen ließ, mit Flüssigglas abzudichten.

Die Betreiberfirma Tepco hat für diese Aktion, bei der der rissige Grubenboden in Reaktor 2 überzogen wurde, 1500 Liter Natriumsilicate, sogenanntes Wasserglas, sowie eine weitere, nicht näher benannte Chemikalie verwendet. Endgültige Entwarnung konnte der japanische Regierungssprecher Yukio Edano indess noch nicht geben. Es werde überprüft, ob weiter Lecks vorhanden seien.

Unterdessen haben die Ingenieure ein neues, potentielles Problem ausgemacht: So könnte es nun in den Reaktoren zur Bildung von Wasserstoffgas kommen. Noch am Abend soll deshalb in das Gebäude von Reaktor 1 Stickstoff zugeführt werden, um eine Explosion zu verhindern.

Noch immer wird allerdings weniger verstrahltes Wasser in den Pazifik geleitet, um Platz für die hochverseuchten Mengen in der Anlage zu schaffen, die zur Kühlung der Reaktoren seit der Katastrophe am 11. März benötigt wurden. Insgesamt rund 60 Millionen Liter dieses Wassers soll sich mittlerweile in den Kellern Fukushimas befinden.

Gegenüber dem ZDF äußerte der Physiker Volker Erbert jedoch Bedenken, was die Wahl des Materials angeht:

http://www.youtube.com/watch?v=65YhrrvB53k

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