Nach dem Beben: Weiteres japanisches AKW leckt

Das jüngste Erdbeben in Japan hat am Donnerstag ein weiteres AKW in Mitleidenschaft gezogen. Alle drei Reaktoren des AKW Onagawa wurden beschädigt. Es wurden mehrere Lecks entdeckt.

Wie der Betreiber Betreiber Tohoku Electric Power mitteilte, verursachte das Nachbeben der Stärke 7,4 im bereits abgeschalteten AKW, dass im am schwersten beschädigten Reaktor 2 bis zu 3,8 Liter radioaktives Wasser auf den Boden geschwappt sei. Das Wasser soll zum Teil aus Becken, in denen verbrauchte Brennelemente gelagert werden, stammen.

Nach Angaben des Betreibers soll dadurch keine unmittelbare Gefahr entstanden sein. Die radioaktive Strahlung  ausserhalb des Werkes habe sich nicht geändert. Hidehiko Nishiyama, Sprecher der Atomsicherheitsbehörde, erklärte unterdessen, dass es im Zuge des Bebens zu einigen „Abnormatäten“ gekommen sei. Jetzt würde man das AKW weiter untersuchen, um herauszufinden, ob es weitere Schäden gebe.

Angeblich keine weiteren Schäden in Fukushima

Das neuerliche Beben hat jedoch drei weitere Todesopfer sowie hunderte neue Verletzte gefordert. Eine zunächst ausgerufene Tsunami-Warnung wurde von den Behörden später wieder aufgehoben. Im 100 Kilometer entfernten Fukushima soll es gar keine weiteren Schäden gegeben haben.

Al Jazeera hat hierzu die Expertin Jasmina Vujic, von der Universität von Kalifornien, befragt.

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