Ahmet Sik: Einige Anmerkungen aus "Armee des Imams" sind nicht von mir

Ahmet Sik, Autor des Buches "Die Armee des Imams", sagt, dass einige der Notizen auf seinem Manuskript von einer anderen Person gemacht worden seien, deren Identität er jedoch nicht preisgeben will. Zuvor hatte er noch behauptet, diese stammten ausschließlich von ihm und sich damit den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft widersetzt, die Anmerkungen rührten aus der Feder der Anführer der terroristischen Organisation Ergenekon.

Sik sitzt derzeit in Haft. Ihm wird vorgeworfen, ein Mitglied der geheimen kriminellen Organisation Ergenekon zu sein, welche einen Sturz der Regierung geplant haben soll. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass Sik sein Buch „Die Armee des Imams“ (Imamin Ordusu) im Einklang mit Anweisungen des Ergenekon-Netzwerkes geschrieben hat. Die Polizei durchsuchte die Büros des Radikal-Verlages und beschlagnahmte Manuskripte des noch veröffentlichten Buches. Die beschlagnahmten Dokumente lassen den Schluss zu, dass das Manuskript des Buches von einer Anzahl verschiedener nicht identifizierter Personen bearbeitet wurde. Eine Reihe von Notizen auf dem Manuskript bitten  Sik etwa um „Ergänzungen“ oder „Löschungen“ einiger Teile.

Während seiner Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft im Fall Ergenekon hatte Sik angegeben, die Anmerkungen seien von ihm. Doch in einem Email-Interview mit dem monatlichen Magazin „Express“ habe Sik nun geäußert, einige Notizen im Manuskript stammten aus einer anderen „Nachrichtenquelle“, berichtet „Zaman„: „Diese Anmerkungen sind von einer Nachrichtenquelle geschrieben worden, der ich den Entwurf des Buche geschickt hatte, es zu überprüfen . … Ich habe nur diejenigen unter ihnen beachtet, welche in Übereinstimmung mit der Idee des Buches standen. Ich ignorierte die, welche persönliche Meinungen enthielten. Ich werde auch weiterhin die Identität meiner Nachrichtenquelle geheim halten gemäß den ethischen Grundsätzen des Pressekodex“, sagte er dem Magazin. Im vergangenen Monat hatte ein hohes Strafgericht in Istanbul die Beschlagnahmung aller Exemplare des Buches zwecks ihrer Prüfung angeordnet.

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