Fukushima: Stilllegung dauert zehn Jahre

Die Herstellerfirma der vier beschädigten Reaktoren im Kernkraftwerk Fukushima hat einen Plan vorgelegt, der vorsieht diese binnen der kommenden zehn Jahre abzubauen.

Der Zeitrahmen ist damit um ein Drittel schneller als die Stilllegung des US-Kraftwerks Three Mile Island, in dem sich 1979 eine Kernschmelze ereignet hat. Toshiba zufolge werden die nächsten zehn Jahre dazu benötigt, „um Brennstäbe in den Behältern und verbrauchte Brennstäbe in den Abklingbecken der vier Reaktoren herauszuholen, mehrere Anlagen abzureißen und die Bodenbedingungen zu verbessern“.

Das Unternehmen ist einer von zwei Reaktorherstellern in Japan. Daneben gibt es noch die Firma Hitachi. Regierungssprecher Yukio Edano zeigt sich unterdessen skeptisch. Seiner Einschätzung nach sei es zu früh, um einen genauen Zeitplan vorzulegen. Zwar habe die Regierung stehts darauf gehofft, einen entsprechenden Plan vorgelegt zu bekommen. Insgesamt sei die Lage am AKW aber derzeit noch zu „instabil“.

Eine halbe Million Haushalte noch immer ohne Strom

Seit dem 11. März kämpfen die verbliebenen Arbeiter darum, das schwer beschädigte Kernkraftwerk wieder unter Kontrolle zu bringen. Wie Tepco nun erklärte, soll das Pumpen von verseuchtem Wasser in den Pazifik am kommenden Sonntag, und damit einen Tag später als erwartet, beendet werden. Grund hierfür ist das starke Nachbeben am vergangenen Donnerstag.

Am Freitag waren noch immer nahezu eine halbe Million Haushalte ohne Elektrizität. Drei Menschen kamen bei dem Beben der Stärke 7, 1 ums Leben. Viele Menschen fühlen sich erneut zurückgeworfen. Die meisten Geschäfte blieben geschlossen. In den Supermärkten kam es erneut zu Hamsterkäufen.

Der japanische Journalist, Tetsuo Jimbo hat sich unterdessen in die Sicherheitszone rund um Fukushima I gewagt:

http://www.youtube.com/watch?v=_ZUs1Ub-LeY

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