Erneut starkes Erdbeben in Fukushima

Ein schweres Nachbeben der Stärke 7,1 hat erneut den Norden Japans erschüttert. Die Stromversorgung wurde im durch das erste Erdbeben vor genau einem Monat zerstörte Fukushima kurzzeitig lahmgelegt.

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Derweil hat die japanische Regierung angekündigt, die Evakuierungszone rund um Fukushima auf 40 km ausweiten zu wollen. Regierungssprecher Yukio Edano sagte, die neuen Evakuierungen würden im Laufe des kommenden Monats wirksam: „Es gibt keine Notwendigkeit, sofort zu evakuieren“, sagte er auf einer Pressekonferenz, fügte aber hinzu, dass es Bedenken hinsichtlich der langfristigen gesundheitlichen Risiken gebe.

Offener Brief an die Weltgemeinschaft

Das erneute Nachbeben der Stärke 7,1 ereignete sich kurz nachdem  die japanische Bevölkerung eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Naturkatastrophe am 11. März abgehalten hatten. Rund 28.000 Japaner gelten inzwischen als tot oder vermisst.

Premierminister Naoto Kan dankte indessen für die globale Unterstützung. In einem Offenen Brief, der in sieben verschiedenen Zeitungen weltweit abgedruckt wurde, honorierte er die Anteilnahme der Menschen, die in einer Zeit der Verzweiflung Mut und Hoffnung brachte. „Durch unsere eigenen Anstrengungen und mit Hilfe der weltweiten Gemeinschaft werden wir Japan wieder aufbauen und noch stärker machen“, zeigt er sich überzeugt.

Greenpeace: Stark erhöhte Strahlung 60 km von Fukushima

Greenpeace fordert in einer Pressemitteilung Kinder und schwangere Frauen sofort zu evakuieren und die Evakuierungszone rund um die Katastrophenreaktoren in Fukushima auszuweiten. Strahlenschutzexperten von Greenpeace hätten rund 60 Kilometer entfernt von der Atom-Ruine Fukushima Daiichi deutlich gesundheitsgefährdende Radioaktivität im Boden festgestellt. Auf einem Spielplatz in Fukushima City habe Greenpeace Werte von bis zu vier Mikrosievert pro Stunde gemessen. Die Kontamination sei so hoch, dass die maximal tolerierbare Dosis für die Bevölkerung von 1000 Mikrosievert pro Jahr in wenigen Wochen aufgenommen würde.

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