Die beste Lösung: Die Flüchtlinge zu Facharbeitern machen!

Die europäische Diskussion über die Flüchtlinge aus Nordafrika zeigt, dass das Konzept einer europäischen Integration nicht ganz zu Ende gedacht wurde: Während Milliarden Euro nach Griechenland, Portugal und Irland fließen, um die katastrophale Wirtschaftspolitik einzelner Länder zu kompensieren, zeigt sich das große, reiche und vor allem alte Europa von ein paar zig-tausend Flüchtlingen überfordert.

Die europäische Diskussion über die Flüchtlinge aus Nordafrika zeigt, dass das Konzept einer europäischen Integration nicht ganz zu Ende gedacht wurde: Während Milliarden Euro nach Griechenland, Portugal und Irland fließen, um die katastrophale Wirtschaftspolitik einzelner Länder zu kompensieren, zeigt sich das große, reiche und vor allem alte Europa von ein paar zig-tausend Flüchtlingen überfordert. Die inhumane Diffamierung der Leute als „Wirtschaftsflüchtlinge“ spottet allen europäischen Idealen von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit Hohn.

Wir wollen einmal offensiv fragen: Kann man diese Menschen eigentlich nicht einfach als „Humankapital“ betrachten? Und für sie zum Beispiel in Italien, Brandenburg oder Bayern Ausbildungsstätten errichten mit dem speziellen Ziel: Qualifizierung der Gestrandeten für den deutschen Arbeitsmarkt! Sie könnten Sprachunterricht erhalten, zu Facharbeitern ausgebildet werden, vielleicht ihrerseits Französisch-Unterricht erteilen. Man könnte sondieren, welche besonders gut Fußball spielen, damit sie vielleicht die deutsche Nationalmannschaft verstärken können. Vielleicht gibt es gute Handwerker unter ihnen, mit Sicherheit viele gute Musiker, vielleicht sogar solche, die das Zeug zum Medizinstudium haben. Auch das Argument, viele seien zu alt, verfängt nicht. Selbst die Ältesten sind vermutlich jünger als der bundesdeutsche Durchschnitt. Die Emigranten in den USA in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts haben auch alle einen Neuanfang geschafft – egal, wie alt sie waren, als sie von den Deutschen in die Fremde getrieben wurden.

Es geht bei den Flüchtlingen nicht um die Frage, ob sie in Italien, Österreich oder Belgien ertragen, geduldet werden. Es geht darum, dass sich in Europa Bürokratie und nationale Egoismen so sehr verselbständigt haben, dass wir einen Menschen nicht mehr als Menschen erkennen, sondern ihn ausschließlich als statistischen Faktor betrachten. Als Koeffizienten, als Bruchteil des Bruttosozialprodukts oder als Multiplikator im Ringen um den sozialstaatlichen Kuchen. Wir übersehen dabei jedoch, dass das große Ganze einen Abwärtstrend verzeichnet. Dies gilt nicht nur demographisch, sondern auch moralisch.

Michael Maier

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.