Italiener tot im Gaza-Streifen aufgefunden

Ein italienischer Friedensaktivist, der sich für die pro-palästinensische Internationale Solidaritätsbewegung (ISM) engagierte, ist nur Stunden nach seiner Entführung tot im Gaza-Streifen entdeckt worden.

Der 36-jährige Vittorio Arrigoni wurde am Donnerstag von einer Gruppe radikaler Islamisten, die sich in einem Konflikt mit der Hamas befinden, gekidnapped. Wie die Polizei berichtet, wurde der Mann hängend in einem Haus in Gaza-Stadt entdeckt, nachdem die Behörden einen entsprechenden Hinweis erhalten hätten. Zwei Personen wurden zwischenzeitlich festgenommen.

Die italienische Regierung verurteilte die Tat als „barbarischen Mord“ und bezeichnete ihn als einen „Akt von widerlicher und sinnloser Gewalt“. Arrigoni war der erste Entführungsfall eines Ausländers im Gazastreifen seit vier Jahren. Zuletzt wurde der BBC-Reporter Alan Johnston im Jahr 2007 verschleppt.

Salafisten für die Tötung des Friedensaktivisten verantwortlich

Freunde des Friedensaktivitsten versammelten sich am Freitagmorgen vor dem Krankenhaus, in das sein Leichnahm zuvor gebracht wurde. „Er kam von weit her, verließ sein Land, seine Familie und sein ganzes Leben, um die Belagerung zu brechen, und wir  töten ihn? Warum?“, fragte einer seiner Freunde.

Die Entführung des jungen Mannes geht auf das Konto der Salafisten. Diese sehen die regierende Hamas als zu moderat an. Vor der Tötung Arrigonis hatten sie diese per YouTube-Video angedroht, falls die Forderung nach Freilassung von mehreren im Gazastreifen inhaftierten Salafisten, darunter auch ihr Führer Sheikh Abu Walid al-Maqdasi, nicht erfüllt werden würden. Unklar ist bisher, ob der Italiener bereits vor Ablauf der Frist umgebracht wurde.

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