Liebe Muslime – Traurig sein allein reicht nicht!

Ein türkischer Arbeiter fand am heutigen Morgen in der Nähe des Berliner Bundestags, genauer in der Dorotheenstraße, zerrissene, beschmutzte Seiten aus dem Koran, die auf die Straße geworfen worden waren. Er sagte, er sei sehr traurig gewesen. Aber es reicht einfach nicht aus, traurig zu sein! Doch was können Muslime dagegen tun?

Dieses Ereignis, von dem heute ein Journalist in einer türkischen Zeitung berichtet, hat mich persönlich zum Nachdenken gebracht hat. Auch mich stimmt der Fall traurig und auch ich hoffe wie der türkischer Arbeite auf eine baldige Klärung dieser Angelegenheit, da auf dieser Straße viele Sicherheitskameras angebracht sind.

Aber es reicht einfach nicht aus, traurig zu sein! Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass wir von solchen Aktionen lesen oder hören. Erinnern wir uns doch nur an die die Koran-Verbrennungs-Aktionen in den USA! Doch was steckt eigentlich dahinter?

Der Koran ist wie die Thora und die Bibel für viele eine heilige Schrift – eine Offenbarung des Allmächtigen Gottes. Nicht jeder muss daran glauben. Das ist ja auch das Schöne daran: Es gibt keinen Zwang im Glauben!
Unterschiedliche Gründe gibt es für solche Aktionen. Wir sollten uns im Klaren sein, dass die aktuellen Diskussionen sich nicht positiv auf die Einstellungen der Menschen auswirken. Man hat nun eben Angst vor dem, was man nicht kennt! Und der Islam gehört nun mal zum Topthema der heutigen Zeit.
Doch diejenigen, die an heilige Schriften wie den Koran glauben, sollten sich durch solche Aktionen nicht eingeschüchtert fühlen. Antisemiten, Islamophobe und Anti-Christen gibt es überall auf der Welt – leider! Unsere Aufgabe muss es sein, entgegen der sich in Europa und auch in Deutschland radikalisierenden Atmosphäre, sich immer und immer für den interkulturellen und interreligiösen Dialog einzusetzen.

Eigentlich muss man auch gar nicht viel machen, es ist doch so einfach, mit Menschen in Kontakt zu treten! Warum müssen wir uns dann das Leben so schwer machen?

Wie Kennedy damals, sagen heute immer noch viele mit Stolz „Ik bin ein Berliner!“ Es ist schön in Berlin zu leben, man fühlt sich heimisch, geborgen. Auf den Straßen von Berlin trifft man Menschen mit unterschiedlichen Herkünften, Religionen und Kulturen, die verschiedene Sprachen sprechen, die einfach anders sind! Was für eine Bereicherung! Aber nicht alle sehen dies so.

Ich hoffe, dass die Straßen von Berlin weiterhin sicher sein werden, dass man keine Angst haben muss, wenn man sich als Andersdenkender oder Andersgläubiger in Berlin aufhält. Nur dann ist Berlin Deutschlands Metropole, Hauptstadt, Symbol des multikulturellen Zusammenlebens!

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