Sila Sahin – oder: sind Playboy-Aufnahmen ein Beitrag zur Integration?

Sila Sahin, die erste Türkin auf einem "Playboy"-Cover, sieht das Nacktshooting als "Befreiung von den kulturellen Zwängen meiner Kindheit". Doch nicht allen gefällt die Selbstverständlichkeit, mit der die Aktbilder als "Beitrag zur Integration" ("Focus") gesehen werden.

Dass sich die „GZSZ“-Darstellerin für Geld ausgezogen hat, nehmen ihr die Meisten nicht einmal so übel. Viel schlimmer wiegt in ihren Augen der Fakt, dass „eine Frau wie Sila Sahin mit ihren Nacktaufnahmen angeblich eine öffentliche Botschaft an junge Türkinnen richten möchte“, wie etwa Aloo Masala auf dem Blog „AggroMigrant“ herausstellt.

An die Eltern: „mache das, um mich zu befreien“

Sila Sahin, die in der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ die Krankenschwester Ayla Özgül spielt, hatte die Nacktaufnahmen für das Magazin „Playboy“ ihren Eltern erst via TV in der RTL-Sendung „Punkt 6“ am vergangenen Mittwochmorgen gestanden. Selbstbewußt teilte sie noch in einer abgespielten MAZ mit: „Ich mache das, um mich zu befreien, um einfach frei zu sein und das zu machen, was ich will. Ich musste mir jahrelang anhören, was ich zu machen habe und jetzt kann ich einfach machen, was ich will.“ Den Ärger mit ihren Eltern zu Hause jedoch bereits witternd, fügte sie hinzu: „Mal gucken, wie sie darauf reagieren, ob sie mich danach noch als Tochter akzeptieren, ich hoffe doch wohl“, um dann nach dem Einspieler kurz darauf in der gleichen Sendung noch einmal um Verzeihung zu beten: „Hallo Mama, hallo Papa. Ich hoffe, Ihr könnt mir verzeihen. Ich habe das gemacht, weil ich mich endlich frei fühlen möchte und ich hoffe, Ihr versteht das. Und ich hoffe, ich darf noch wieder nach Hause kommen.“

Kurz darauf teilte sie via Videobotschaft auf der GZSZ-Internetseite mit: „Meine Mutter ist immer noch böse auf mich“. Ihr Vater offenbarte der Tochter gegenüber seinen Ärger: „Sila, du hast uns schon jede Menge Ärger gemacht, aber das ist jetzt die Krönung von allem. Und ich hoffe du bist dir bewusst, was du damit verursacht hast und ich hoffe, du kannst mit den Konsequenzen leben“, steht aber zu ihr: „Mit meinem Vater habe ich gesprochen. Er findet es jetzt auch nicht so dolle. Aber er steht zu mir“. Eine perfekte Soap-Opera.

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