Proteste in der Türkei nach Wahl-Ausschluss von ehemaligen BDP-Kandidaten

Nachdem der höchste Wahlausschuss (Yüksek Secim Kurulu) am Montagabend den Ausschluss der parteilosen, ehemaligen BDP-Mitglieder und Abgeordneten von den Wahlen im Sommer mitgeteilt hat, demonstrierten am Dienstag BDP-Sympathisanten in unterschiedlichen türkischen Städten, darunter Istanbul, Izmir, Diyarbakir und Van.

In Istanbul auf dem Taksim protestierten die Menschen gemeinsam mit einigen Kandidaten. Sie stellten Plakate mit Inschriften wie „Die den Gewählten angelegten Fesseln wurden auch dem Willen des Volkes angelegt!“ Sie verwendeten Slogans wie „Auge um Auge, Zahn um Zahn, wir sind mit dir, Öcalan“, „Kurdistan wird die Grabstätte des Faschismus“, „Wir töten Erdogan und ziehen ins Parlament ein“ oder „Wir werden nicht aufgeben“.

Zusammenstöße mit der Polizei

Der Straßenverkehr wurde von den Aktivisten stillgelegt. Einige, die schwarze Masken trugen, hingen an Bushaltestellen Poster von Öcalan und kurdische Flaggen auf.

An der Demonstration in Istanbul nahmen Sabahat Tuncel, Ufuk Uras, Sirri Süreyya Önder und weitere BDP-Mitglieder teil. Tuncel erinnerte in ihrer Rede an die damalige Inhaftierung des Ministerpräsidenten Erdogan und sagte: „Dort, wo es keine Gerechtigkeit gibt, herrscht Chaos und Gewalt. Die Absicht ist der gewalttätige Zusammenstoß beider Völker“. Darüber hinaus sagte sie, man werde bis ans Ende für die Freiheit ihres Volkes kämpfen und fügte hinzu: „Weder YSK noch Erdogan, noch andere können uns von unserem Kampf abbringen.“

Mitglieder der Gruppe, bestehend aus ca. 3000 Demonstranten, demolierten Autos und warfen Molotowcocktails auf öffentliche Einrichtungen. Auch in den anderen Städten arteten die Demonstrationen aus. Es kam zu Auseinandersetzungen der Demonstranten mit der türkischen Polizei.

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