Deutschland braucht eine aktive Migrations-Politik

Die Diskussion um die Überflutung Deutschlands durch afrikanische, arabische oder sonstige Horden ist im vollen Gang. Die wegen 20.000 Flüchtlingen aus Tunesien aufkommenden Existenzängste werden nicht durch eine intelligente Migrations-Politik aufgehoben.

Leider taktiert die Regierung und kann zu keinem Konzept finden. Dieses liegt jedoch auf der Hand: Deutschland braucht Zuwanderung. Oder aber früher oder später die Rente mit 80.

Der vor nun schon einiger Zeit vorgeschlagene Ausweg „Kinder statt Inder“ wurde bekanntermaßen nur von wenigen eingeschlagen. Nun heißt es also: Last Exit Einwanderung, wenn die Deutschen ihre Lebensqualität in einer funktionierenden Dienstleistungsgesellschaft aufrechterhalten möchten.

Die Türken sollten in einem solchen Migrationskonzept eine zentrale Rolle spielen. Sie sind den Deutschen seit jeher besonders verbunden und haben dem Land einfach nur gutgetan. Sie sind viel weniger fremdländisch als andere, und selbst der verstockteste Reaktionär gönnt sich hierzulande mal einen Döner. Wenn die Bundesregierung das Gedenkjahr „50 Jahre Gastarbeiter aus der Türkei“ nicht verschläft, könnte sie auf dieser Erfolgsgeschichte aufbauen – und einen Pflock einschlagen. Etwa, indem sie das leidige Thema Visumsfreiheit für türkische Staatsbürger endlich dem europäischen Recht anpasst. Natürlich kann man warten, bis der Europäische Gerichtshof die deutsche Politik zu einer entsprechenden Gesetzgebung zwingt. Aber warum eigentlich?

Immer mehr Türken wandern ab, auch immer mehr Deutsche zieht es in die Türkei.

Es müsste selbst den ideologisch festgefahrenen Zirkeln der Union langsam klarwerden: Es besteht Gefahr im Verzug. Wer nicht will, dass Hartz IV eine attraktive Variante für illegale Einwanderer ist, muss sich aktiv um migrationswillige Leistungsträger bemühen. Das ist nicht schwer, weil Deutschland für die meisten immer noch ein Traumland ist. Freilich: Die aktuellen Angst-Debatten sind geeignet, auch die letzten Sympathien bei jenen zu verspielen, die dieses Land dringend braucht.

Michael Maier

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