Schwere Unruhen in der Türkei: Ein Toter bei Protesten

Im Zuge der Proteste, die nach der Entscheidung des höchsten Wahlausschusses (Yüksek Secim Kurulu) in mehreren türkischen Städten ausgebrochen waren, gab es nun einen Toten und mehrere Verletzte. Die Polizei hatte in Bismil, einem südöstlichen District Diyarbakırs, das Feuer auf eine Gruppe Demonstranten eröffnet.

Die Gruppe zog durch die Straßen des Bezirks, um ihrem Unmut über den Ausschluss von zwölf Kandidaten für die kommenden Wahlen Luft zu machen. Sieben der zwölf Kandidaten sollten ursprünglich als unabhängige Direktkandidaten für die prokurdische Partei für Frieden und Demokratie (BDP) antreten.

Nachdem es zu Ausschreitungen kam, eröffneten die Polizeibeamten das Feuer auf die Truppe. Ein 20-jähriger Mann starb, zwei weitere trugen Verletzungen davon und wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Auch in anderen türkischen Städten kam es am Mittwoch zu weiteren Protestkundgebungen. Diese gestalteten sich jedoch weitaus friedlicher. Als Ausdruck ihres Protestes gegen die Entscheidung ließen einige Ladenbesitzer in den von Kurden dominierten östlichen Provinzen ihre Geschäfte geschlossen. In Istanbul kam es vor einer U-Bahn-Station zu einem Sitzstreik. Andernorts bewarfen Demonstranten Stadtbusse mit Steinen. Verletzt wurde dabei niemand.

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