Trotz Protesten: Pierre Vogel und Bilal Philips in Frankfurt

Die beiden radikal-islamistischen Prediger Pierre Vogel und Bilal Philips sind am Mittwoch in Frankfurt am Main aufgetreten. Die beiden Salafisten sprachen in der Innenstadt der hessischen Metropole vor rund 1500 Menschen. Ihr Thema: "Islam - die missverstandene Religion".

Die beiden Männer, die als so genannte „Hassprediger“ bekannt sind, sprachen vor einer streng nach Frauen und Männer getrennten Menschenmasse. Zeitgleich waren mehrere Hundert Gegendemonstranten anwesend. Vogel zeigte sich von diesem Aufgebot allerdings unbeirrt: „Wir sind überzeugt von unserer Sache und wir haben nichts zu verstecken, weil wir sagen, was wir denken, und weil wir tun, was wir sagen.(Focus).

Beschimpfungen und Verleumdungen waren untersagt

Zuvor hatten sich die beiden Prediger mit Erfolg gegen ein vom Frankfurter Ordnungsamt auferlegtes Auftrittsverbot zur Wehr gesetzt. Letztlich hatte das Hessische Verwaltungsgericht in letzter Minute den Weg für die Veranstaltung frei gemacht. Es sah in der Kundgebung keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Noch am Dienstag hatte die Stadt Frankfurt den Auftritt untersagt. Als Auflage galt nun unter anderem: „Die Menschenwürde anderer darf nicht dadurch verletzt werden, dass Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden.“

Die demokratiefeindlichen Lehren von Vogel und Philips gelten als höchst umstritten. Bilal Philips soll unter anderem die Todesstrafe für Homosexuelle gefordert haben. Ziel der Salafisten ist die Errichtung eines islamischen Gottesstaates, in dem auch Gewalt in Einzelfällen akzeptiert werde.

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