Gericht stoppt neue Aktion: Terry Jones kurzzeitig inhaftiert

Der umstrittene US-Pastor Terry Jones, der im vergangenen März Koranverbrennungen angezettelt und damit schwere Unruhen mit einem Dutzend Toten in Afghanistan provoziert hat, ist kurz vor einer neuerlichen Aktion von einem US-Gericht gestoppt worden. Am Freitag wurde er im US-Bundesstaat Michigan kurzzeitig inhaftiert.

In Dearborn, einem Vorort von Detroit hatte der Geistliche für vergangenen Freitag Protestkundgebung vor dem Islam-Zentrum von Amerika geplant. Dort ist eine der größten muslimischen Gemeinden der Vereinigten Staaten ansässig.

Das Gericht kam zu dem Entschluss, dass Terry Jones Aktion eine Störung des öffentlichen Friedens darstelle würde. Neben einer Friedenskaution von einem Dollar verhängte Richter Mark Somers über ihn und seinen Assistenten Wayne Sapp auch ein Verbot sich in den nächsten drei Jahren in die Nähe des Zentrums zu begeben. Da sich Terry zunächst nicht bereit erklärte die symbolische Strafe zu begleichen, wurde er inhaftiert.

Entscheidung des Gerichts umstritten

Jones Argumentation das Vorgehen des Gerichtes würde sein Recht auf Meinungsfreiheit einschränken, wurde von einem Rechtsprofessor bestätigt, der das Ganze als verfassungswidrig bezeichnete. Muslime selbst sprachen sich ebenfalls gegen das Urteil aus. Damit wäre der 59-jährige Pastor von Gainesville, Florida zu einer Art Märtyrer für die Redefreiheit geworden.

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