Andrea Nahles verteidigt Thilo Sarrazin

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat den Verbleib von Thilo Sarrazin in der SPD verteidigt. Die Politikerin sieht keinen Grund den umstrittenen Buchautor wegen seiner Thesen zu Menschen mit Migrationshintergrund aus der Partei auszuschließen.

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk erklärt Nahles zum Ergebnis der fünfstündigen Parteiausschluss-Verhandlungen: „Thilo Sarrazin hat seine sozial-darwinistischen Äußerungen relativiert, Missverständnisse klargestellt und sich auch von diskriminierenden Äußerungen distanziert.“ Damit habe er sich wieder sozusagen auf den Boden der Meinungsfreiheit innerhalb der Partei begeben, die man wohl aushalten müsse in einer demokratischen Partei.

Man könne, so die Politikerin weiter, nicht einfach jemanden rauswerfen, auch nicht, wenn er sich noch so kontrovers verhalten würde. Auch Sarrazin habe am Gründonnerstag ein faires Verfahren gehabt. Den Vorwurf einiger Medien, es handle sich hier um einen Deal sowie um einen politischen Schachzug, der die Wahlchancen der Partei in Zukunft verbessern würde, wies Nahles weit von sich. Das sei „kompletter Unsinn“.

Dass der „Deutschland schafft sich ab“-Autor noch einmal nachlegen könnte, davor sei man jedoch nicht gefeit. Sie erklärt: „Sicher kann man sich da nicht sein, aber ich glaube, er weiß auch, was damit dann für ihn auf dem Spiel steht.“

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