Türkei erhöht Druck auf Syrien

Die Türkei hat am Dienstag, einen Tag nachdem syrische Truppen mit Panzern und Scharfschützen eine Stadt im Süden stürmten und zahlreiche Tote in den Straßen hinterließen, den Druck auf Syrien erhöht, sein brutales Vorgehen gegen Demonstranten einzustellen.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan telefonierte mit dem syrischen Präsident Bashar al-Assad, um ihn zur „maximalen Zurückhaltung“ zu ermahnen, das gab das Büro des Premier bekannt. Währenddessen traf sich der türkische Botschafter in Damaskus mit dem syrischen Ministerpräsident Adel Safar, um die „tiefe Besorgnis und Trauer der Türkei über den Verlust so vieler Menschenleben auszudrücken.“

Türkei alarmiert über die Lage in Syrien

Erdogan rief Assad einen Tag an, nachdem er und US-Präsident Barack Obama in einer Telefonkonferenz ihre Besorgnis darüber ausgedrückt hatten, was das Weiße Haus als „inakzeptablen Einsatz von Gewalt der syrischen Regierung gegen das eigene Volk“ bezeichnet. Die syrische Armee startete zuvor einen tödlichen Überfall auf die im Süden Syriens liegende Stadt Daraa. Noch vor der Morgendämmerung am Montag töteten sie mindestens elf Personen. Schüsse hallten in Daraa dort, wo der Aufstand in Syrien vor mehr als einem Monat begann. Am Dienstag, so berichten Einwohner, hätten die Toten noch immer auf den Straßen gelegen.

Erdogan kündigte nun an: “Der türkische Botschafter wird wahrscheinlich am Donnerstag mit Syriens Präsident Assad sprechen. Aber natürlich ist die gegenwärtige Lage für uns sehr berunruhigend. Unser Botschafter wird unseren Standpunkt klarstellen. Wir hoffen, dass die Probleme so schnell wie möglich gelöst werden und wir lehnen jede undemokratische Vorgehensweise ab.”

Vorbereitungen auf Flüchtlingsströme

Wie diplomatische Quellen gegenüber „Today’s Zaman“ erklärten, werde Ankara, das die Unruhen im Nachbarland mit Argusaugen beobachtet, seinen Botschafter in Damaskus, Ömür Önhon, bereits morgen dem einflussreichen Nationalen Sicherheitsrat Bericht erstatten lassen. Unterdessen richtet sich die Türkei bereits auf Flüchtlingsströme ein.

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