Kanal-Istanbul schafft mehr als zwei Millionen neue Jobs

Das von Premier Recep Tayyip Erdogan vorgestellte neue Wasserstraßen-Projekt, welches künftig das Schwarze und das Marmara-Meer verbinden soll, hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Die Geschäftswelt ist begeistert und erwartet teils hohe Zuwachsraten.

Obwohl Erdogan im Laufe der öffentlichen Vorstellung des Projekts im Haliç Congress Center in İstanbul weder den genauen Ort noch die genauen Aufwendungen nannte, schätzen Analysten die Kosten nun auf gut 40 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus gibt es die Erwartung, dass das Mammuth-Vorhaben, das bis zum 100. Geburtstag des Landes 2023 eingeweiht werden soll, rund 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen könnte, falls sich der Kanal zu einer Attraktion entwickle.

Unter Berufung auf Feyzullah Kıyıklık, einem Vertreter der Stadt Istanbul, beziffert die türkische Zeitung „Todays Zaman“ die Baukosten auf zehn bis 15 Milliarden US-Dollar. Dabei handle es sich jedoch nur um die reinen Kosten, die der Bau des Kanals selbst verursache. Alles in allem käme man durchaus auf 40 Milliarden US-Dollar.

Beschäftigungsraten steigen um bis zu 25 Prozent

Die Phase der Vorstudien soll nun gut zwei Jahre dauern. Die Grundsteinlegung ist für das Jahr 2014 angestrebt. Nach Vorstellung der Regierung soll allein die Bauphase gut eine Million neue Jobs schaffen. Die Baubranche soll künftig um 4,2 Prozent jährlich wachsen. In den Segmenten Stahl, Beton und Eisen wird erwartet, dass die Beschäftigungsraten um gut 25 Prozent zunehmen werden.

Nach der Fertigstellung des neuen Bosporus-Kanals gehe man von 1,5 Millionen neuen Arbeitsplätzen aus. Gegenüber seinen Parteimitgliedern stellte Erdogan heraus, dass der Bau des Jahrhundertprojekts signifikante Auswirkungen auf die Arbeitslosenzahlen haben werde. Darüber hinaus verspreche sich der Staat jährliche Einnahmen durch den Kanal in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar. Kıyıklık erklärte: „Wir sehen das nicht allein als Kanal-Projekt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf nahezu 40 Milliarden US-Dollar, wenn man den geplanten neuen Flughafen, Hotels, zwei neue Megastädte, fünf Brücken – inklusive einer über den Bosporus – drei Kongress-Zentren, und zahlreiche Freizeitgebiete einbezieht.“

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