Zensur: Türkei verbannt 138 Wörter aus dem Netz

Die Türkische Telekommunikationsbehörde hat 138 Begriffe, die als anstößig angesehen werden, aus dem Internet verbannt. Sie sind nun für die Verwendung im Rahmen von Internetadressen mit der Landeskennung ".tr." gesperrt.

Die Liste umfasst allerdings auch Begriffe aus dem täglichen Leben. Die Konsequenz: Tausende Seiten sind nun von der Sperrung bedroht. Und es wird erwartet, dass die Anzahl der Zugriffsverbote noch weiter steigen wird. Betroffen sein werden dann auch Seiten von Fußball-Fanclubs, Lieferservices für Lebensmittel und viele andere. Das berichtet das „Istanbul International Independent Forum„.

Zu den untersagten Begriffen, die den Domain-Anbietern am Donnerstag, den 28. April, schriftlich mitgeteilt wurden, gehören unter anderem englische Bezeichnungen wie „adult“, „escort“, „fetish“, „forbidden“ und „hot“ oder auch türkische Begriffe wie zum Beispiel „gey“ (gay), „itiraf“ (Geständnis), „ciplak“ (nackt), „atesli“ (heiß), „Hikaye“ (Geschichte) und auch „yasak“ (verboten). Domains, die weiterhin solche Vokabeln führten, wurde mit der Sperrung gedroht.

„Diese Liste ‚verbotener Wörter‘ ist das jüngste Produkt einer ganzen Serie repressiver Maßnahmen, die die Internetfreiheit jeden Tag ein bisschen mehr einschränken“, urteilt das Forum.

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