Verbindung zwischen Mord an Hrant Dink und Ergenekon?

Der Staatsanwalt Hikmet Usta, der die Untersuchung zum Mord an dem Türkisch-Armenischen Journalisten Hrant Dink leitet, hat bekannt gegeben, dass er nach möglichen Verbindungen zwischen dem Mordfall und dem Terrornetzwerk Ergenekon suchen will.

Am 30. Mai wird sich Hikmet Usta bei der nächsten Anhörung am 14. Hohen Gerichtshof in Istanbul zum Fall äußern. Am Donnerstag hat der Staatsanwalt bei der Istanbuler Polizei einen Antrag auf Einsicht in alle Telefonaufzeichnungen der zwanzig Verdächtigen gestellt. Dies schließt auch den Auftragsmörder Ogün Samast mit ein. Außerdem hat Usta eine Untersuchung angeordnet, die Verbindungen zwischen den Verdächtigen und denen von einem Fall vor zwei Jahren ermitteln soll, bei dem ein verstecktes Waffenlager auf Ergenekon zurück geführt werden konnte.

Erdal Doğan, der ein Nebenkläger im Dink-Fall war, begrüßte den Entschluss zu dieser Untersuchung, sagte aber auch sie käme sehr spät. Eine ähnliche Situation habe bei den Zirve-Morden 2007 bestanden, bei denen drei Missionare in Malatya brutal ermordet wurden.  Auch hier hätten die Mörder mutmaßliche Ergenekon Verbindungen aufgewiesen.

Das geheime Terrornetzwerk Ergenekon ist bereits wegen mehrerer Aktionen, die zum Sturz der Regierung führen sollten, in Erscheinung getreten. Der Journalist Hrant Dink ist vor vier Jahren auf der Straße vor seiner Redaktion ermordet worden.

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