Afghanistan: NATO soll bei Luftangriff zwölf Kinder getötet haben

Nur wenige Stunden nach dem Selbstmordanschlag in der nordafghanischen Provinz Tachar, bei dem auch zwei Bundeswehrsoldaten getötet wurden, sollen bei einem Nato-Luftangriff zwölf Kinder und zwei Frauen ums Leben gekommen sein.

Wie die Regierung der südafghanischen Provinz Helmand mitteilte, seien bei dem Bombardement zweier Wohnhäuser im Distrikt Nawzad in der Nacht zum Sonntag fünf Mädchen, sieben Jungen und zwei Frauen ums Leben gekommen.

Hamid Karsai warnt US-Regierung „zum letzten Mal“

In einer Erklärung verurteilte der afghanische Präsident Hamid Karsai den Luftangriff und warnte das US-Militär sowie die US-Regierung „zum letzten Mal“, zivile Opfer des afghanischen Volkes zu verschulden. Karsai sprach von zehn Kindern, zwei Frauen und zwei Männern, die getötet wurden. Die Vorgänge sollen nun sowohl von der ISAF (International Security Assistance Force) als auch von afghanischen Ermittlern aufgeklärt werden. Die Provinz Helmand gilt als eine der Hochburgen der Taliban.

In den vergangenen Monaten hatte es wegen der Tötung von Zivilisten in Afghanistan und Pakistan bei NATO-Luftangriffen bereits deutlich vernehmbare Verstimmungen gegeben. Erst am Donnerstag hatte der Gouverneur der afghanischen Provinz Nuristan den Tod von 22  Zivilisten gemeldet. Im März hatte sich US-Verteidigungsminister Robert Gates persönlich bei Karsai für die versehentliche Tötung von neun Jungen entschuldigen müssen.

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