Afghanistan: NATO entschuldigt sich für Tod von Zivilisten

Nachdem bei einem Luftangriff der NATO in der Nacht zum vergangenen Samstag mehrere Kinder und Frauen ums Leben gekommen sein sollen, hat sich die NATO nun für den Luftangriff entschuldigt.

US-Generalmajor John A. Toolan, Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf in dieser Region, sprach den betroffenen Familien sein Mitgefühl aus und entschuldigte sich „von ganzem Herzen“. Gleichzeitig bat er die einheimische Bevölkerung weiterhin um das Vertrauen in die Internationale Schutztruppe sowie um Unterstützung für die afghanischen Sicherheitskräfte.

Toolan sprach nun im Zusammenhang mit dem Nato-Angriff auf eine mutmaßliche Taliban-Stellung in der Provinz Helmand im Südwesten des Landes, von neun getöteten Zivilisten. Bisher gingen die Provinzbehörden von 14 Toten, darunter zwölf Kinder aus.

In einer Erklärung verurteilte der afghanische Präsident Hamid Karsai den Luftangriff zuvor als „Mord“ und warnte das US-Militär sowie die US-Regierung “zum letzten Mal”, zivile Opfer des afghanischen Volkes zu verschulden. In die gleiche Richtung äußerte sich auch der Taliban-Sprecher Qari Yousuf Ahmadi. Er sah in dem Vorfall eine Fortsetzung des „amerikanischen Genozids“.

Hintergrund der Luftangriffe war, so erläuterte Toolan, ein Taliban-Angriff auf eine ISAF-Patrouille, bei der ein US-Marineinfanterist getötet wurde. Nun soll eine Untersuchung die genauen Details des Unfalls klären.

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