EHEC im Urlaub?

Bislang breitet der EHEC-Erreger sich ungebremst aus. Schulklassen werden vom Unterricht befreit, weil einzelne Schüler Krankheitssymptome aufweisen. Eigentlich möchte man am liebsten zu Hause bleiben, bis das schlimmste vorüber ist und endlich Entwarnung gegeben wird. Aber was, wenn man seinen Urlaub schon gebucht hat? Wie steht es mit EHEC im Ausland, worauf ist zu achten?

Der gefährliche EHEC-Erreger versetzt gerade die gesamte Bundesrepublik in Angst und Schrecken und kostet Obst- und Gemüsehändler sowie Bauern eine Menge Nerven. Noch immer wird vor dem Verzehr von rohen Gurken, Tomaten und Salat gewarnt, möglicherweise sind auch Auberginen bedenklich. Zehn Todesopfer hat es bislang gegeben, neun davon waren Frauen, sechs davon lebten in Schleswig-Holstein und Hamburg. Bislang breitet der Erreger sich ungebremst aus. Schulklassen werden vom Unterricht befreit, weil einzelne Schüler Krankheitssymptome aufweisen. Eigentlich möchte man am liebsten zu Hause bleiben, bis das schlimmste vorüber ist und endlich Entwarnung gegeben wird. Aber was, wenn man seinen Urlaub schon gebucht hat? Wie steht es mit EHEC im Ausland, worauf ist zu achten?

Auch im Ausland breitet sich der Keim aus. Betroffen sind neben Spanien auch Tschechien und Skandinavien, außerdem Großbritannien, Frankreich, Österreich und die Niederlande. Waren in Spanien und Tschechien kontaminierte Gurken der Auslöser, so lag es in den übrigen Ländern an Reisen in die Bundesrepublik. Weitere Länder könnten demnach folgen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie auf Ihren wohlverdienten Urlaub verzichten müssen. Im Grunde gelten die selben Regeln, wie derzeit auch in Deutschland:

EHEC im Ausland: Worauf Sie achten sollten

Frisches Gemüse ist erlaubt, man sollte es aber gründlich gewaschen, geschält und gekocht verzehren. Auch die Hände sollte man so oft wie möglich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Spanisches Gemüse sollte man momentan noch meiden, auch bei Biogemüse ist Vorsicht geboten. Obst- und Gemüsesorten, die auf dem Boden wachsen, vor allem aus Norddeutschland oder Spanien sind gefährlicher als Baumobst, da dieses nicht mit Dung in Verbindung kommt. Um seinen Vitaminhaushalt weiter zu sichern sollte man also Äpfel, Birnen oder Kirschen essen, auf Erdbeeren sollte man vielleicht besser verzichten.

Hollandurlauber können einerseits beruhigt werden, denn hier liegt bislang keine EHEC-Warnung vor – aber sie sollten die Nähe zu Norddeutschland beachten und dennoch ihr Obst und Gemüse gründlich waschen und trocken abreiben, ehe sie es verzehren. Obwohl nicht vor dem Verzehr von Fleisch gewarnt wird, könnte Fleisch mit dem Keim in Berührung gekommen sein. Deshalb sollte man den Kontakt zu rohem Fleisch meiden, selbst ein kurzer Kontakt, etwa beim abschmecken, könnte für eine Infektion ausreichen.

EHEC-Sorge: Tiefkühlkost und Dosenobst sind unbedenklich

Eine Lösung etwa für Camper im Urlaub, die nicht auf Obst und Gemüse verzichten wollen, aber von den EHEC-Meldungen abgeschreckt sind: Dosenobst ist völlig unbedenklich. Camper, die mit einem gut ausgestatteten Wohnmobil reisen, können auch ohne Bedenken Tiefkühlkost einkaufen. Wie das Dosenobst wird dieses vor dem Verpacken pasteurisiert, also rund zwei Minuten lang bei 70Grad Celsius erhitzt – dabei sterben die Erreger ab. Aber Vorsicht: Wenn Sie ihr frisches Gemüse einfrieren töten Sie den EHEC-Erreger nicht ab, denn der Keim überlebt die Kälte.

Bei Kontakt mit Tieren, sei es im Streichelzoo mit den Kindern oder beim romantischen Ausritt am Strand, sollte man besonders gründlich Hände waschen. Tiere können sich zwar nicht selbst anstecken, aber sehr wohl den Erreger auf Menschen übertragen. Besonders bei kleinen Kindern, die oft ihre Hände in den Mund nehmen, sollte man deshalb aufpassen.

Keine Sorge im Türkei Urlaub

In der Türkei wurden bislang noch keine Fälle von EHEC gemeldet. Dennoch sollten Sie im Türkei Urlaub natürlich die allgemeinen Hygienevorschriften beachten um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden. Dann sollte Ihren Türkei Reisen nichts im Wege stehen.

Viele Menschen denken momentan schon bei kleineren Beschwerden, sie hätten sich mit dem EHEC-Erreger angesteckt – bei all den Horrormeldungen in den Medien kann man es ihnen auch nicht verdenken. Besonders im Urlaub will man aber ja fit und gesund sein und nicht fernab von deutschen Ärzten an einer Krankheit mit einem so schweren Verlauf erkranken. Eine kleine Beruhigung: Die Inkubationszeit der Keime beträgt zwei bis sieben Tage. Die Gefahr wird allerdings von Tag zu Tag geringer. Am vierten Tag hat man es schon beinahe geschafft. Hatte man bis dahin keine Beschwerden wie Durchfall und Schwäche, ist es unwahrscheinlich, dass man sich angesteckt hat.

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