Hagia Sophia: Wie korrupte Beamte den Staat betrogen

Korrupte Mitarbeiter haben sich den Ticketverkauf an den beiden Hauptattraktionen Istanbuls, der Hagia Sophia und dem Topkapi-Palast zunutze gemacht, um Eintrittspreise zu veruntreuen - und diese für Sex-Partys, Casino-Besuche, Hauskäufe und neue Autos zu verschleudern.

Korrupte Beamte haben in Istanbul über Jahre den Staat betrogen. Sie haben von jedem Türkei Urlaub indirekt profitiert. Es handelt sich offenbar um eine Unterschlagung in Millionenhöhe –  und erst die Privatisierung des Ticketverkaufs an den beiden berühmtesten Attraktionen Istanbuls, der Hagia Sophia und dem Topkapi-Palast, hat sie beendet. Korrupte Mitarbeiter sollen Unsummen von Eintrittsgeldern unterschlagen und bei Sex-Partys und Casino-Besuchen verprasst haben. Mehrere Mitarbeiter wurden schon entlassen, weitere Verdächtige müssen sich vor Gericht verantworten. Im Falle der Hagia Sophia dauern die Ermittlungen noch an.

Hagia Sophia: Eintrittskarten wurden manipuliert

Der Besuch zu den Denkmälern gehört zu jeder Türkei Reise. Und doch sind die Einnahmen erst seit der Privatisierung im vergangenen November um 40 Prozent gestiegen. Das gibt Grund zur Annahme, dass diese 40 Prozent zuvor abgezweigt worden waren, so Tourismusminister Ertugrul Günay gegenüber türkischen Medien. Möglich war das etwa, indem die Mitarbeiter am Topkapi-Palast ahnungslose Touristen mit bezahlten Eintrittskarten ohne Barcode durch die Drehgitter am Eingang ließen. Die Gitter ließen sich durch Barcodes öffnen, die die Beamten versteckt bei sich trugen. Die Tickets der Besucher wurden dann erneut verkauft. Bei der Hagia Sophia habe man voll bezahlte Eintrittskarten so manipuliert, dass sie von der elektronischen Erfassung der Karten als kostenlose Karten für Schüler registriert worden waren.

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