Syrien-Konflikt eskaliert: Türkei wappnet sich gegen Flüchtlingswelle

Erstmals seit Beginn der Unruhen in Syrien haben nun Bewohner zweiter Städte mit Waffengewalt Widerstand gegen die vorrückenden Regierungstruppen geleistet. Die Türkei würde ein Flüchtlingsstrom aus dem Nachbarland nicht unvorbereitet treffen.

Bereits seit Sonntag würden, nach Angaben von Aktivisten, in den Städten Tabliseh und Rastan Automatikgewehre und Granaten zur Gegenwehr gegen die vorrückenden Streitkräfte eingesetzt werden. Auch sollen Militärfahrzeuge, darunter Panzerwagen, in Brand gesetzt worden sein. Bisher konnten die Bewohner die Truppen, die mehrere hundert Menschen festgenommen haben, erfolgreich am Einmarsch hindern.

Am Montag wurde der Beschuss der jedoch Städte fortgesetzt. Jetzt haben syrische Truppen die belagerte Stadt Talbiseh mit Gewalt eingenommen. Mindestens drei Menschen starben in der Folge. Beide Orte in der zentralsyrischen Provinz Homs gelten seit Beginn der Unruhen Mitte März als Zentren des Widerstandes gegen das Regime von Präsident Baschar Assad.

Über die jüngsten Ereignisse berichtet CNN:

http://www.youtube.com/watch?v=67nrBLnXBf8

Plant türkisches Militär eine Geheimoperation?

In der Zwischenzeit wollten türkische Behörden einen Bericht, der darauf hindeutet, dass das türkische Militär hat eine Operation plane, die vorsieht mehrere Bataillone nach Syrien zu entsenden, um dort einen „sicheren Bereich“ für syrische Flüchtlinge zu erkämpfen, weder bestätigen noch dementieren.

In Anbetracht von Hunderten von Flüchtlingen, die über die nördliche Grenze des Libanons aus Syrien hereinströmen, habe die türkische Regierung jetzt große Angst vor der Wiederholung einer großen Massenflucht wie sie mit irakisch-kurdischer Flüchtlingen in der Zeit nach dem Golfkrieg von 1991 über das Land hereinbrach. Deshalb würde es jetzt auch eigene geheime Pläne geben, die eine solche erneute Bewegung verhindern würden, so der renommierte Journaliste Robert Fisk in einem Artikel für die britische „The Independent“. Darüber hinaus sei die Türkei in der Grenzstadt Al Qamishli bestens für einen eventuellen Flüchtlingsstrom gewappnet.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.