Erstmals Schnelltest für EHEC entwickelt

In Rekordzeit hat das Institut für Hygiene in Münster ein Verfahren entwickelt, wie EHEC am Patienten diagnostiziert werden kann. Jedes molekularbiologische Labor kann den Test durchführen.

Das Institut für Hygiene Universität Münster hat nach eigenen Angaben ein Nachweisverfahren entwickelt, mit dem der aktuelle EHEC-Erreger isoliert, sequenztypisiert und als HUSEC041 identifiziert werden kann. In Form eines Screening- und Bestätigungstests kann nun der Ausbruchstamm für den EHEC-Erreger identifiziert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass es sich bei bei dem HUSEC041-Ausbruchsstamm um einen Erreger mit erweiterten Virulenz-, Schwermetall- und Antibiotikaresistenz-Eigenschaften handelt.

Professor Helge Karch: „Dieser Test basiert auf einer umfangreichen phänotypischen und molekularen Charakterisierung von 13 Ausbruchsisolaten aus vier verschiedenen Städten Deutschlands. Damit wurde bereits eine Woche nach Eintreffen der ersten Stuhlprobe in unserem Institut ein Nachweisverfahren entwickelt, geprüft und jetzt veröffentlicht.“ Das Institut für Hygiene in Münster ist das vom Robert Koch-Institut bestellte Konsiliarlabor für das Hämolytisch-Urämische-Syndrom in Deutschland.

Karch gab an, dass das Verfahren in den vergangenen Tagen vielfach getestet worden sei.

Nun könne jedes molekularbiologische Labor den Test durchführen. So könne der Erreger “zweifelsfrei und in nur wenigen Stunden nachgewiesen werden”.

Das komplette Testprotokoll wird von den Hygienikern aus Münster auf der Website www.ehec.org der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

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