33. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dresden: Die interreligiösen Programme

Vom 1. bis 5. Juni 2011 findet in Dresden der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) statt. Unter der Losung "...da wird auch dein Herz sein" aus der Bergpredigt werden rund 100.000 Dauerteilnehmende in der sächsischen Landeshauptstadt zu Gast sein. Darunter auch die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, die im Rahmen des interreligiösen Programms sprechen wird.

Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag hält insgesamt 2200 Veranstaltungen bereit. Angesprochen werden hier neben Christentum und vielen politischen wie gesellschaftlichen Themen, darunter die Atomkatastrophe in Japan oder die Volksaufstände in Nordafrika und in den arabischen Ländern, insbesondere auch die Muslime bzw. muslimische Themen.

Kaddor, Mazyek und Rohe zu Gast in Dresden

So dreht sich etwa am kommenden Samstag, den 4. Juni, von 15 bis 18 Uhr unter dem Titel „Alles wird sich ändern!?“ alles um die Zukunft der europäisch-arabischen Beziehungen. Im Rahmen des Podiums Europäisch-arabischer Dialog spricht dann unter anderem Lamya Kaddor, islamische Religionspädagogin und Autorin aus Duisburg, mit Dr. Andrea Zaki Stephanus, Direktor Koptische Diakonie, Kairo im Großen Saal des ICCs, über das Thema „Bürgerbeteiligung – Veränderung durch Bildung“. Bereits am Donnerstagnachmittag ist Frau Kaddor im Rahmen von „Interreligiös kompetent?“ zu hören, wenn es um Modelle und Erfahrungen in Kindergarten und Schule geht.

Feindbilder, Mystik und Sexualität

Los geht es jedoch bereits am Donnerstag, um 15 Uhr mit einem Angebot des Zentrums Muslime und Christen. Unter dem Titel „Bilder – Zerrbilder – Feindbilder“ soll der Frage nachgegangen werden „Wie Christen, Juden und Muslime sich sehen“. Auf dem Podium sitzt hier, neben christlichen und jüdischen Vertretern, Aiman A. Mazyek, Generalsekretär Zentralrat der Muslime. Ähnlich spannend dürfte auch der Freitag werden. „Welt ohne Gott – Gott ohne Welt?„, so der Titel der Veranstaltung, die sich ab 15 Uhr mit Glauben im säkularen Umfeld befasst. Auch hier ist Lamya Kaddor auf dem Podium präsent. Daneben wird Professor Dr. Mathias Rohe, Islamwissenschaftler und Jurist aus Erlangen, über „Glauben im weltanschaulich neutralen Staat“ referieren. Zeitgleich dreht sich an anderer Stelle unter der Moderation von Ercan Karakoyun und Dr. Erika Godel alles um „Mystik in Christentum und Islam„.

Den Samstag können Interessierte dann mit „Trialogische Bibelarbeit„, „Kunst und Spiritualität„, „Führungen im islamischen Zentrum“ oder einer Debatte über „Liebe, Lust und Leidenschaft“ verbringen.  Letzeres setzt sich mit „Sexualität und Partnerschaften im Christentum und im Islam“ auseinander. Impulse geben hier Professor Dr. Margot Käßmann und Rabeya Müller, Islamwissenschaftlerin und Pädagogin aus Köln.

Den Deutschen Evangelischen Kirchentag gibt es mittlerweile seit über 60 Jahren.  In diesem Jahr kommen Menschen aus 85 Ländern. Darunter auch Teilnehmer aus Papua-Neuguinea sowie Trinidad und Tobago.

Mehr zum Kirchentag finden Sie hier. Eine Programmübersicht findet sich hier.

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