EHEC-Seuche: Spanische Gurken waren nicht der Auslöser

Nachdem zuletzt Gurken, Tomaten, Blattsalat und auch Auberginen als risikoreiche Lebensmittel eingestuft wurden, müssen Forscher nun revidieren. Sie fanden keine Übereinstimmung der auf spanischen Gurken entdeckten Bakterien mit dem Stamm aus den Stuhlproben der Patienten.

Die Wende kam überraschend:  Die Bakterienstämme auf zwei Gurken aus dem Hamburger Großmarkt sind zwar identifiziert, haben aber nicht die bisherigen Vermutungen bestätigt.

Vor Tomaten, Gurken und Salaten wird weiter gewarnt

Der bei den Hamburger Patienten nachgewiesene Typ O104 liegt hier nicht vor. Das gab Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) bekannt. „Nach wie vor ist die Quelle nicht identifiziert“, erklärt diese weiter. Jetzt beginnt die Suche erneut. Zwei Probenresultate stehen noch aus. Die Warnung auf Gurken, Tomaten und Salate bleibe jedoch bestehen.

Erstes Todesopfer außerhalb Deutschlands

Die Ehec-Seuche hat bisher 15 Todesopfer in Deutschland gefordert. Mehr als 1000 sind erkrankt. Ein erster Todesfall ist nun auch aus dem Ausland bekannt. Eine 50-jährige Frau in Schweden erlag den schweren Komplikationen des Darminfekts. Sie hatte sich während eines Aufenthaltes in der Bundesrepublik angesteckt.

Zuletzt konnten Wissenschafter in Münster einen ersten kleinen Erfolg im Kampf gegen EHEC vermelden. Das dortige Institut für Hygiene hatte ein Verfahren entwickelt, wie EHEC am Patienten diagnostiziert werden kann. Nun könne, so erklärte Professor Helge Karch, jedes molekularbiologische Labor den Test durchführen. So könne der Erreger “zweifelsfrei und in nur wenigen Stunden nachgewiesen werden”.

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