Jubelfeiern am Ground Zero über getöteten Osama bin Laden

Die Nachricht vom Tod Osama bin Ladens wurde in den USA mit Jubelstürmen aufgenommen. Sowohl in New York als auch in Washington haben sich die Menschen versammelt, um ihrer Freude Ausdruck zu verleihen.

Als Reaktion auf die Todesnachricht haben sich in New York Tausende am Ground Zero versammelt, um den Tod bin Ladens zu feiern und sich gemeinsam an den 11. September 2001 zu erinnern. Der hiesige Polizeichef Raymond Kelly nannte seinen Tod einen „willkommenen Meilenstein“ für die Familien der 3000 Opfer der Al Kaida-Attacke von damals.

http://www.youtube.com/watch?v=PsxRl2oeV5khttp://www.youtube.com/watch?v=PsxRl2oeV5k

Auch führende muslimische Organisationen in den USA begrüßten die Nachricht. So erklärt der Rat für Amerikanisch-Islamischen Beziehungen (CAIR):

„Wir wenden uns an unsere Mitbürger, um zu verkünden, dass Osama bin Laden, die Bedrohung für unsere Nation und die Welt, durch eine Aktionen amerikanischer Soldaten beseitigt wurde.

Wie wir bereits mehrfach seit den  Terroranschläge von 9 / 11  betont haben, hat bin Laden nie den Islam oder die Muslime vertreten. Vielmehr hat er in der Folge der Ermordung von Tausenden von Amerikanern den Tod unzähliger Muslime in aller Welt zu verantworten.“

Said Agil Siradj, Vorsitzender der größten muslimischen Organisation in Indonesien, Nahdlatul Ulama, ist der Überzeugung, dass der Tod Osama bin Ladens das Images des Islams zu verbessern helfe, nämlich als eine Religion von Menschen und nicht von Gewalt.

„Ist die Welt nun friedlicher? Gibt es keine weiteren Al-Qaida-Mitglieder mehr?“

Der deutsche Außenminister, Guido Westerwelle begrüßt die Nachricht ebenfalls: „Dass diesem Terroristen sein blutiges Handwerk gelegt werden konnte, ist eine gute Nachricht für alle friedliebenden und freiheitlich denkenden Menschen in der Welt.“ Bin Laden, so stellt der FDP-Politiker nachdrücklich heraus, sei einer der „brutalsten Terroristen der Welt” gewesen, der das Leben von mehreren tausend Menschen auf dem Gewissen habe. Anders kommt die Nachricht bei Lamya Kaddor an. Auf ihrer Facebook-Pinnwand schreibt die deutsche muslimische Religionspädagogin, Islamwissenschaftlerin und Autorin syrischer Herkunft: „(…) nun soll er tot sein, aber ich frage mich, welche Relevanz das hat? Ist die Welt nun friedlicher? Gibt es keine weiteren Al-Qaida-Mitglieder mehr? Gelten Muslime nun nicht mehr als terroraffin? Ehrlich gesagt lässt mich die Nachricht ziemlich kalt…“

In Washington brachen die Menschen unterdessen in Jubel aus:

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