Cindik: Zwei Identitäten zu besitzen kann hilfreich sein

Mit zwei Identitäten aufzuwachsen ist nicht immer leicht. Junge Migranten erleben zu Hause oft ganz andere Werte und Traditionen als "draußen" in der deutschen Gesellschaft. Nicht immer fühlen sie sich in Deutschland willkommen. Zwei Kulturkreise zu kennen kann aber auch ein Vorteil sein.

Kann ein Mensch zwei Identitäten haben? Das fragt sich die Psychiaterin Dr. Elif Duygu Cindik. Junge MigrantInnen der zweiten Generation wachsen mit zwei unterschiedlichen Kulturen heran.  Sie kennen ihre Herkunftskultur durch die Eltern und sind ansonsten von einer deutschen Kultur umgeben. Sie müssen also täglich mit unterschiedlichen Wertvorstellungen leben und sich der jeweiligen Umgebung anpassen.

Wenn man sich nicht angenommen oder gar diskriminiert fühlt, neige man zur Abkapselung. Einige Migranten der zweiten Generation würden die Heimat ihrer Eltern künstlich zu einer eigenen emotionalen Heimat erheben, da sie sich in Deutschland nicht willkommen fühlen. Man könne beide Kulturen aber auch als gewinnbringende wertvolle Ressourcen ansehen, seine interkulturellen Kompetenzen nutzen und sich in den unterschiedlichen Gesellschaften sicher bewegen, so Cindik.

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