Tod Bin Ladens ist eine Warnung an den Terrorismus

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül sprach nach dem Tod Osama Bin Ladens im Rahmen einer Pressekonferenz eine Warnung an alle terroristischen Führer weltweit aus. Man werde sie kriegen "ob tot oder lebendig". Unterdessen reagieren die Angehörigen der Terroropfer in den USA gespalten.

Bereits vor dem Abflug zu einem offiziellen Besuch in Österreich äußerte sich Gül am Esenboğa Flughafen in Ankara: “Diese Entwicklung zeigt, dass Terroristen und die Köpfe von Terrororganisationen letzten Endes in den Händen der Sicherheitskräfte landen, tot oder lebendig. Die Tötung des gefährlichsten und raffiniertesten terroristischen Anführers der Welt sollte allen eine Lehre sein. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Entwicklung.” In einer anschließenden Pressekonferenz unterstrich er nun seine Warnung.

Auch die Türkei war bereits Ziel von Al Qaida. Bei einer Serie von Selbstmordanschlägen im November 2003 starben 57 Menschen, 700 wurden verletzt. Ziele waren neben zwei Synagogen und dem Konsulat der britischen Regierung eine Filiale der britischen Großbank HSBC. Keine 96 Stunden nach den verheerenden Anschlägen identifizierten die Behörden die beiden Attentäter: Zwei junge Männer aus der Osttürkei und Anhänger der Terrororganisation.

Zwischen Terrornetzwerk und Islam unterscheiden

Außenminister Ahmet Davutoğlu betonte unterdessen die Rolle der Türkei im globalen Kampf gegen den Terror.  Für ihn stellt der Tod Osama Bin Ladens einen „extrem wichtigen Schritt im Kampf gegen den Terror unserer Zeit“ dar. In seinen Augen hätten Bin Laden und Al Qaida den Islam für ihre Zwecke missbraucht.  Für die Internationale Gemeinschaft sei es daher immens wichtig, hier stark zu differenzieren.

Unterdessen wird US-Präsident Barack Obama am heutigen Dienstag nach New York reisen, um am Ground Zero den Opfern des Anschlags zu gedenken und sich mit deren Familien zu treffen. In den Augen des Präsidenten ist die Welt durch den Tod des Terrorfürsten ein Stück weit besser und sicherer geworden.  Die Angehörigen selbst reagieren unterschiedlich auf die Todesnachricht. Im Zuge von 9/11 und dem Einfall in Afghanistan haben rund 1500 US-Soldatinnen und Soldaten ihr Leben verloren:

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