Bilkay Öney soll Integrationsministerin werden

Macit Karaahmetoglu galt als wahrscheinlicher Kandidat für den Posten als Integrationsminister in Baden-Württemberg. Doch nun scheint die Wahl auf die SPD-Politikerin Bilkay Öney gefallen zu sein.

Die 40-jährige SPD-Politikerin Bilkay Öney soll Integrationsministerin im grün-roten Kabinett in Baden-Württemberg werden, so berichten Nachrichtenagenturen. Öney ist Abgeordnete im Berliner Landesparlament. Sie wurde in der Türkei geboren, lebt jedoch seit ihrer Kindheit in Berlin. Sie wäre damit die erste Migrantin, die in Baden-Württemberg einen Ministerposten übernimmt.

Auf ihrer Homepage verkündet Bilkay Öney: „Mein Ziel von Integration ist Chancengleichheit. Davon sind wir aber noch weit entfernt. Viele Ungerechtigkeiten, viele Defizite und viele Überzeugungen müssen geändert werden. Ich bin zuversichtlich, wichtige Dinge brauchen nun einmal Zeit. Mein Einblick in die Migrantenszene, meine Erfahrungen und meine Kontakte sind für meine Arbeit sehr hilfreich.“

Bisher hatte Macit Karaahmetoglu als möglicher neuer Integrationsminister gegolten. Seine Biographie ähnelt der von Bilkay Öney: Er kam als Gastarbeiterkind nach Deutschland und engagiert sich außerdem für „SPD ve biz“ („SPD und wir“), ein Projekt, das sich direkt an türkische Einwanderer richtet. Der Focus spekuliert, dass sich Karaahmetoglus Vergangenheit  in der „Demokratischen Partei Deutschlands“ (DPD) als ‚Scharfmacher‘ negativ für ihn ausgewirkt haben könnte. Die DPD erstattete beispielsweise 1996 Strafanzeige gegen Günther Jauch, weil der über den Flugzeugabsturz bei Birgenair von einer ‚getürkten‘ Maschine gesprochen hatte. Manchen könnte Karaahmetoglu also zu radikal gewesen sein. Kostete ihn das den Ministerposten?

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