Aiman al Sawahiri – Wird er der neue Kopf Al-Kaidas?

Mit dem Tod Osama bin Ladens hat die Terrororganisation auch das Gesicht verloren, das symbolisch für den Anschlag vom 11. September 2001 stand. Darüber hinaus hat sein Untergang aber auch Fragen über die Zukunft der Gruppierung aufgeworfen. Wer wird künftig die Lücke, die er hinterlassen hat, füllen? Oder kann sie gar nie wieder geschlossen werden?

Es stellt sich also die Frage: Was wird mit einer Organisation, die sich von einer hierarchischen Struktur hin zu einer Gruppierung mit vielen einzelnen Verästelungen und eigenen Regeln entwickelt hat, passieren?

Experten wie die Universitätsprofessorin Dane Rowlands von der Norman Paterson School of International Affairs an der Carleton University in Ottawa ist der Meinung, dass der Tod bin Ladens nicht wirklich viel verändert habe. Bereits in der Vergangenheit sei sein Einfluss geschrumpft und viele Entscheidungsbefugnisse auf andere Köpfe regionaler Verbindungen übertragen worden. Außerdem gäbe es Hinweise darauf, dass die Nummer zwei Al-Kaidas, Aiman al Sawahiri, bereits der eigentliche operative Anführer gewesen sei.

Ein eingefleischter Islamist seit Teenagerjahren

Der wortgewandte Vordenker des islamischen Extremismus ist eine polarisierende Figur und seit Jahren Sprachrohr und Leibarzt des Terrorfürsten gewesen. Der heute 59-jährige Sawahiri gilt als der intellektuelle Wegbereiter der Anschläge vom 11. September 2001, sowie auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania. Bruce Hoffman, Terrorismusexperte an der George Washington University in Washington., D.C. ist sich sicher: „Sawahiri ist absolut bereit in die Fußstapfen bin Ladens zu treten.“ Er besäße die Glaubwürdigkeit und gelte seit seinen Teenagerjahren als eingefleischter Islamist.

Zweifel hegt hingegen der frühere CIA-Analyst Marc Sageman. Er hält Sawahiri für einen sehr umstrittenen und polarisierenden Charakter. Einige Al-Kaida-Terroristen könnten ihm die Gefolgschaft verweigern.

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