Fukushima-Arbeiter betreten erstmals Reaktor I

Erstmals nach der schweren Erdbeben- und Tsunamikatastrophe am 11. März dieses Jahres haben nun Arbeiter das Reaktorgebäude des Kernkraftwerks Fukushima I betreten. Ihre Aufgabe: Die Installation eines Filtersystems, um radioaktives Material in der Luft zu reduzieren sowie die Reparatur der Kühlung.

Die Arbeiten werden möglich, da die Radioaktivität in Block I nun etwas gesunken sei. Dennoch haben die insgesamt zwölf ausführenden Arbeiter trotz entsprechender Schutzkleidung lediglich ein Zeitfenster von zehn Minuten, die ihr Einsatz in Anspruch nehmen darf. Das teilte die Betreiberfirma Tepco mit.

Block I ist einer von vier havarierten Reaktorgebäuden, in dem es in den Tagen nach dem Erdbeben Explosionen gegeben hatte. Bisher wurde Wasser hinein gepumpt, um die Temperaturen zu senken. Betreten wurden sie seit der Katastrophe nicht. Bisher beschränkten sich die Einsätze auf Kontrollräume, Keller und das Freigelände.

Nun, um um 11.30 Uhr Ortszeit (2.30 Uhr MEZ) haben die ersten beiden Männer Block I betreten. „Sie gehen in Vierer-Gruppen hinein, immer eine nach der anderen, und arbeiten in einem engen Bereich“, sagte Tepco-Sprecher Junichi Matsumoto. Zuvor wurde am vergangenen Freitag durch Roboterkameras sichergestellt, dass sich im betreffenden Bereich keine radioaktiven Lecks befänden. Später am Donnerstag soll mit der Installation des Lüftungssystems begonnen werden.

Ähnliche Probleme soll es auch an drei weiteren der insgesamt sechs Reaktoren des AKWs geben. Bis die Anlage wieder unter Kontrolle sein wird, könnten nach Schätzungen der Betreiber noch bis Jahresende dauern.

http://www.youtube.com/watch?v=AJGGx55khuo

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