Britischer Hassprediger will Totengebet für bin Laden sprechen

Der isamlische Extremist Anjem Choudary hat angekündigt, vor der US-Botschaft in London gegen die Ermordung Osama bin Ladens zu protestieren. Er wolle ein Totengebet für den ehemaligen Terrorchef sprechen.

Anjem Choudary, ein bekannter Anhänger des einst berüchtigsten Terroristen der Welt, wolle neben dem Totengebet auch einer Forderung an die US-Behörden Ausdruck verleihen: Der Leichnahm bin Ladens soll an dessen Verwandte überstellt werden.

Anjem Choudary warnt vor Anschlägen als Rache

Der Führer der islamistischen Gruppe Islam4UK und Anhänger von Omar Bakri Mohammed hat seine extremistischen Anhänger dazu aufgerufen, ebenfalls an der für diesen Freitagnachmittag geplanten Protestkundgebung teilzunehmen.

Darüber hinaus warnte Choudary vor weiteren Anschlägen, vergleichbar dem Terroranschlag vom 7. Juli 2005 in der Londoner U-Bahn, als Antwort auf den Tod bin Ladens. Daneben kündigte er inländische Angriffe und „intensive Kämpfe im Irak und in Afghanistan“ innerhalb innerhalb von fünf Tagen an. Großbritannien war dem Beispiel der USA gefolgt und hat seine Botschaften, Auslandsvertretungen und Militärbasen auf der ganzen Welt in den letzten Tagen in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Große Verehrung für Osama bin Laden

Er erklärte: Bin Ladens Anhänger in Großbritannien hätten Osama bin Laden geliebt wie man „seine eigenen Eltern lieben“ würde. Sein Tod würde die Leute ermutigen, sich anzuschließen. Schließlich sei er eine Gallionsfigur gewesen. Jemand, der seiner Meinung nach viel für die muslimische Gemeinschaft getan habe. „Er gab sein Vermögen, das er viel für das Wohl anderer geopfert.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass das Land einen Anschlag wie 2005 erleben werde, sei noch nie so hoch wie heute gewesen. Die US-Botschaft in London wurde vor den geplanten Protesten nicht gewarnt.

Der geplante Auftritt des deutschen Hasspredigers Pierre Vogel am Samstag, der ebenfalls ein Totengebet für den getöteten Al Qaida-Chef in Frankfurt hatte sprechen wollen, wurde vom städtischen Ordnungsamt verboten.

Mehr hier.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.