Islamist Pierre Vogel will bin Laden-Demo, aber kein Totengebet

Der radikale Islam-Missionar Pierre Vogel will nun doch kein Totengebet für den am vergangene Sonntag getöteten Osama bin Laden abhalten. An einer Kundgebung in Frankfurt am Main will der Prediger allerdings weiterhin festhalten.

Ursprünglich war am Donnerstag ein öffentliches Totengebet für den ermordeten Terrorchef angekündigt worden. Jetzt rudern die Veranstalter rund um Pierre Vogel jedoch zurück. Zuvor hatte die Stadt Frankfurt an einem entsprechenden Verbot festgehalten und auch die Islamische Religionsgemeinschaft hatte sich gegen das Vorhaben gewandt. Jetzt soll alles, so berichtet der „Hessische Rundfunk“ am Abend, ein Missverständnis gewesen sein.

„Provokante Instrumentalisierung eines islamischen Gebetes“

Mit der Kundgebung sollte, so wird ein Sprecher Vogels zitiert, deutlich gemacht werden, dass der Islam nichts mit Terrorismus zu tun habe. Vom „Totengebet“ nahm der nun allerdings Abstand. Das sei unglücklich im Aufruf ausgedrückt worden. Im Zusammenhang mit einem möglichen Totengebet hatte sich auch die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) zu Wort gemeldet und das Ganze als „provokante Instrumentalisierung eines islamischen Gebetes“ kritisiert. Der IRH rief „Pierre Vogel und seine Freunde dazu auf, ein solches öffentliches Totengebet nicht zu organisieren, mit der Provokation aufzuhören und den gesellschaftlichen Frieden nicht zu gefährden“.

An der für Samstag angemeldeten Kundgebung unter dem Motto „Wie erreicht man den Frieden auf der Welt“ wolle man jedoch festhalten und erneut vor Gericht klagen, sollte die Stadt bei ihrem Verbot bleiben. Ein entsprechender Eilantrag, so die Redaktion, liege dem Gericht bisher aber noch nicht vor.

Erst vor gut zwei Wochen hatten die Richter das Verbot der Stadt gegen den Auftritt des „Hasspredigers“ ausgehoben. Gemeinsam mit Bilal Philips sprach er in der Innenstadt der hessischen Metropole vor rund 1500 Menschen. Ihr Thema: „Islam – die missverstandene Religion“. Zuvor hatten sich die beiden Prediger mit Erfolg gegen ein vom Frankfurter Ordnungsamt auferlegtes Auftrittsverbot zur Wehr gesetzt. Letztlich hatte das Hessische Verwaltungsgericht in letzter Minute den Weg für die Veranstaltung frei gemacht.

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