Aysel Tuğluk: Die Geduld der Kurden ist zu Ende

Aysel Tuğluk, stellvertretende Parteivorsitzende der Demokratik Toplum Partisi (Partei der demokratischen Gesellschaft - DTK), eine der pro-kurdischen Partei BDP nahestehende Gruppierung - erklärte, dass in der Türkei "schlimme Dinge geschehen werden", da sich die Regierung nicht um die Belange der Kurden kümmere.

In ihrer Rede während einer Parteiversammlung in Diyarbakır, bezog sich die Politikerin auf frühere Aussagen von Staatspräsident Abdullah Gül, der mit Blick auf die Reformpläne zu Gunsten der Kurden erklärt hatte, dass in der Türkei „gute Dinge geschehen“ würden. Ihre Bemerkungen wurden von der türkischen Presse am Freitag als „Warnung“, aber auch als „Provokation“ mit Blick Wahlen am 12. Juni aufgefasst.

Im Vorfeld der Wahlen waren die Spannungen gestiegen. Erst am Mittwoch hatten Angreifer einen Polizisten getötet und einen weiteren verletzt. Nach einer Wahlkampfveranstaltung des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan in in Kastamonu, im Norden der Türkei, wurde der AKP-Bus angegriffen. Mittlerweile hat sich die PKK zu dem Anschlag bekannt.

Die Geduld der Kurden ist zu Ende

„Ich will es eigentlich nicht sagen, aber ich habe ein Gefühle und ich denke, dass schlimme Dinge passieren werden“, sagte Tuğluk und stellte fest, dass Güls positive Erwartungen noch nicht realisiert worden seien.  In der Kurdenfrage befände sich das Land am Rande einer „Katastrophe“. Die Kurden hätten nun keine Geduld mehr. „Unsere Leute [Kurden] sind sehr gut organisiert und bereit, ihre eigene Demokratie zu schaffen und in diesem System zu leben, falls sich innerhalb des türkischen Staates nichts tut.“ Ob das nach syrischem oder ägyptischen Modell passieren wird, wisse sie zwar nicht. Doch dass die Kurden einen gewissen Status erlangen wollen würden sei klar, und der werde verteidigt, koste es, was es wolle.

Mehr dazu hier.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.