Syrien: Assads Panzer dringen in Küstenstadt ein

Truppen und Panzer der syrischen Armee sind Berichten zufolge in die syrische Stadt Baniyas eingedrungen, einem Zentrum der Proteste gegen die Regierung.

An drei Stellen der Stadt seien Panzer in den frühen Morgenstunden in die sunnitischen Viertel im Süden der Küstenstadt vorgedrungen, berichten Menschenrechtsaktivisten laut BBC. Demonstranten hätten „menschliche Schutzschilde“ gebildet, um zu versuchen, die militärische Operation zu stoppen. Schüsse seien zu hören gewesen. Strom- und Telefonnetze sollen zusammengebrochen sein, so dass die Berichte nur schwer überprüft werden können. Die Berichte können nicht von unabhängigen Quellen überprüft werden, da ausländische Journalisten in Syrien nicht erlaubt sind.

Mehr als 500 Menschen sollen bei den Aufständen seit ihrem Beginn Mitte März getötet worden sein, andere Quellen sprechen von mindestens 800. Syrische Offizielle nannten eine niedrigere Todeszahl und behaupteten, die Hälfte der Toten seien Soldaten und Polizisten, die von „bewaffneten terroristischen Gruppen“ getötet worden seien.

Wieder Tote nach Freitagsgebeten

Mindestens 26 Menschen kamen Berichten zufolge in Homs, Hama und anderen Städten am Vortag nach den Freitagsgebeten ums Leben.

Die USA bezeichneten die Gewalt als „bedauerlich“ und versprachen eine „harte internationale Reaktion“, wenn Präsident Bashar al-Assad nicht Schritte einleite, um das Blutvergießen zu beenden. Die Europäische Union hat zugesagt, Vermögen einzufrieren und Reisebeschränkungen für bis zu 14 syrische Amtsträger zu verhängen, die an der brutalen Niederschlagung beteiligt sind. Die UNO will ein Team nach Syrien entsenden, um die Vorfälle zu untersuchen.

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