Muslime müssen wegen Terrorangst aus Flugzeug aussteigen

Wegen Terrorangst anderer Passagiere mussten zwei Muslime ein US-Passagierflugzeug in Memphis (Tennessee) kurz vor dem Start verlassen.

Die Männer seien auf dem Weg zu einer Konferenz über Vorurteile gegen Muslime nach North Carolina gewesen. Zurückgeführt wird der Vorfall auf die seit der Tötung des Al Qaida-Chefs Osama bin Laden in den USA herrschende Angst vor Racheaktionen der Terroristenorganisation.

Die beiden Fluggäste hätten lange Gewänder getragen, wie es heißt, und den Unwillen einiger anderer Passagiere erregt. Das Flugzeug, das bereits auf dem Weg zum Rollfeld unterwegs war, kehrte um und verwies die beiden Männer von Bord.

Sie seien gezwungen worden, einen zusätzlichen Sicherheits-Check zu durchlaufen, berichteten sie nachträglich. Das Flugzeug nach North Carolina indes startete ohne sie, auch nachdem sie als „sauber“ eingestuft worden waren.

Masudur Rahman und Mohamed Zaghloul, so die Namen der beiden Imame aus Memphis, hätten nichts Außergewöhnliches getan, weder hätten sie gebetet oder gesungen, ließ ihr Anwalt, Mo Idlibi, gegenüber CNN am Samstag verlauten.

Rahman, gleichzeitig Professor für Arabisch an der Universität von Memphis, sagte, die beiden Kollegen hätten Schwierigkeiten gehabt herauszufinden, warum sie überhaupt aus dem Flugzeug gworfen worden seien: „Er (der Pilot) nannte keinerlei Grund“, sagte Rahman. Ein Vertreter von Delta Airlines habe ihnen nur mitgeteilt, „dass der Pilot ihnen nicht erlauben würde, mitzufliegen.“

Die beiden Männer, die schließlich mit einer späteren Maschine in North Carolina landeten, ließen in einem Interview mit CNN offen, ob sie die Fluggesellschaft oder sonst jemand an dem Fall Beteiligten verklagen würden: „Wir halten uns alle Optionen offen“, so Idlibi. „Wir wollen sicherstellen, dass der Pilot verantwortlich gemacht wird für seine Taten.“

Die verantwortliche Fluglinie Atlantic Southeast Airlines sagte in einer Erklärung, dass der Vorfall untersucht werde.

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