Tote nach Kämpfen zwischen Christen und Muslimen in Ägypten

Bei Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen sind in der ägyptischen Hauptstadt Kairo mindestens neun Menschen ums Leben gekommen und mehr als 140 verletzt worden.

Auch nach dem Sturz des Diktators Husni Mubarak halten die extremen Spannungen zwischen Christen und Muslimen in Ägypten weiter an. Die Auseinandersetzungen in der Nacht zum Sonntag waren ausgebrochen, als sich einige hundert konservative Muslime vor einer koptischen Kirche im Kairoer Bezirk Imbaba versammelten. Sie behaupteten, eine vom Christentum zum Islam konvertierte Frau werde gegen ihren Willen dort festgehalten.

Eine zunächst wortreiche Auseinandersetzung zwischen Demonstranten, Kirchenleuten, Wachen und Anwohnern sei schließlich in eine tödliche Konfrontation mit Steinwürfen, Geschützfeuer und Brandbomben eskaliert. Die Kirche und einige nebenan stehende Häuser wurden angezündet und es dauerte einige Stunden, bis die Rettungsdienste und das Militär die Situation unter Kontrolle bringen konnten.

Ägyptens Premierminister Essam Sharaf hat seinen geplanten Besuch in der Golfregion verschoben und eine dringliche Kabinettssitzung zu den tödlichen Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen einberufen.

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