Türkische Migranten in Österreich: Weg von Ankaras „Gängelband“

"Die türkische Regierung nennt österreichische Staatsbürger türkischer Herkunft 'unsere Leute'. Diese sollten sich dagegen wehren. Wir auch", appelliert Michael Fleischhacker in der österreichischen "Presse". Hintergrund ist ein Interview des türkischen Botschafters in Österreich, Kadri Ecvet Tezcan. Dieser monierte im vergangenen Spätherbst, dass türkische Zuwanderer in der österreichischen Gesellschaft nicht willkommen seien.

In seinem Beitrag „Entscheidet euch, ob ihr ‚unsere‘ oder ‚ihre‘ Leute seid“ berichtet er nun von den Reaktionen, die der türkische Diplomat in der Folge ausgelöst hat und welche Konsequenzen sich hieraus für Österreich, aber auch für die Türkei ergeben würden.

Als besonders wichtig erachtet der Autor, dass es europäische Politiker nicht zulassen sollten, „dass türkische Politiker und Diplomaten“ – wie zuletzt Staatspräsident Abdullah Gül während eines Besuches, „‚unsere Leute‘ sagen, wenn sie österreichische Staatsbürger meinen“. Er fährt fort: „Sorry to say: Das sind nicht ‚eure Leute‘, das sind ‚unsere Leute‘. Wenn sie das nicht auch selbst so sehen (…), wäre die Verleihung der Staatsbürgerschaft in jedem einzelnen Fall ein schwerer Fehler gewesen.“

Selbstverständlich sei hier auch der österreichische Staat in der Pflicht. Sein Appell lautet daher: „Wenn wir wollen, dass es ‚unsere Leute‘ sind, müssen wir den Zuwanderern beweisen, dass wir es ernst meinen.“ Zugleich aber müsse man von ihnen und von der türkischen Regierung verlangen, dass ‚unsere Leute‘ nicht länger an Ankaras Gängelband geführt würden.

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