Pakistan erlaubt Verhör von bin Ladens Witwen

Die US-Behörden haben einen weiteren Teilerfolg errungen. Im Zuge der Aufdeckung des Unterstützer-Netzwerkes Osama bin Ladens hat Pakistan nun gestattet, die Witwen des Terrorchefs zu verhören.

Die drei Frauen, die während der Erstürmung des Verstecks von bin Laden in Abbottabad zusammen mit ihren Kindern festgenommen wurden, müssen sich einer direkten Befragung unterziehen. Einzige Bedingungen für die US-Behörden: „das Herkunftsland muss um Erlaubnis gefragt werden„. Zuvor war von Seiten Pakistans nur ein Einreichen von Fragen gestattet gewesen.

USA wollen Aufklärung über Hintergründe des Terrorchefs

Die US-Ermittler erhoffen sich nun unter anderem Aufschluss darüber, wie lange Osama bin Laden bereits in Abbottabad gelebt hat und welche Verbündeten er hatte.

Derzeit würden sie von pakistanischen Sicherheitskräften vernommen. Wann genau die US-Fahnder zum Zuge kommen, steht derzeit noch nicht fest. Sicher ist nach Angaben der pakistanischen Behörden jedoch, dass sie nach Abschluss der ersten Untersuchungen ihrem Heimatland überstellt werden. Eine der Frauen ist aus dem Yemen. Die beiden anderen sollen aus Saudi Arabien stammen.

Frauen bin Ladens und weitere Tote identifiziert

Bei dem Überfall am 1. Mai wurde die 29-jährige yemenitische Frau, Amal Ahmed Abdulfattah, verletzt. Die zwei anderen Frauen wurden als Khairiah Sabar, auch unter dem Namen Umm Hamza bekannt, und Siham Sabar, auch als Umm Khalid bezeichnet, identifiziert. Mittlerweile konnten auch die anderen männlichen Personen, die bei dem Einsatz der Navy Seals ums Leben kam, zugeordnet werden. Es soll sich um bin Ladens Sohn Khalid sowie die zwei Kuriere Arshad Khan und Tariq Khan gehandelt haben. Die Ehefrau eines Kuriers starb ebenfalls.

Unterdessen hat Pakistans Premierminister Yousaf Raza Gilani Anschuldigungen zurückgewiesen, sein Land hätte sich nicht hinlänglich an der Verfolgung des Terrorfürsten beteiligt. Zwar bezeichnete er bin Ladens Tod als gerecht. Der Einsatz der USA ohne das Wissen der einheimischen Behörden sei jedoch zweifelhaft gewesen.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.