Pakistan bestreitet Erlaubnis für US-Verhör der bin Laden-Witwen

Die pakistanische Regierung hat US-Medienberichte zurückgewiesen, wonach den US-Ermittlern eine direkte Befragung der drei Witwen des getöteten Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden gestattet worden wäre.

Außen-Staatssekretär Salman Bashir stellte klar, es hätte von Seiten der USA bisher keine offizielle Anfrage an das Auwärtige Amt gegeben, die drei Frauen, die sich derzeit in pakistanischem Gewahrsam befänden, zu verhören.

USA haben noch keinen formalen Antrag gestellt

Mit seiner Erklärung dementierte Bashir US-Medienberichte, die meldeten, dass den USA im Zuge der Aufdeckung des Unterstützer-Netzwerkes Osama bin Ladens  gestattet worden sei, die Witwen des Terrorchefs zu verhören. Es sei noch nichts entschieden. Er stellte jedoch in Aussicht: „Wir werden das Thema erwägen, wenn sie einen formalen Antrag stellen.“ Zudem machte der Außenminister deutlich, dass Pakistan den Krieg gegen den Terror im Sinne seiner eigenen nationalen Interessen führe. Unterdessen gehen US-Vertreter davon aus, dass das Land in Kürze seine Erlaubnis erteilen werde. Weitere Details wurden nicht genannt.

Die drei Frauen, die während der Erstürmung des Verstecks von bin Laden in Abbottabad zusammen mit ihren Kindern festgenommen wurden und aus dem Yemen sowie Saudi Arabien stammen, werden derzeit ausschließlich von vom pakistanischen Geheimdienst ISI befragt. Ziel der Regierung in Islamabad ist es, die Witwen und ihre Kinder in ihre Heimatländer zurückzuführen.

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