Dogan Akhanli sieht sich nicht als Opfer

Der deutsch-türkische Schriftsteller Dogan Akhanli saß im vergangenen Winter vier Monate lange unschuldig in einem Istanbuler Gefängnis. Die abstruse Anschuldigung der türkischen Justiz: Raubmord. Während seiner Haft hat sich für Akhanli jedoch eine ganz besondere Stellung ergeben.

„Ich sehe mich nicht nur als Opfer, die türkische Justiz hat mich auch zum Zeugen gemacht“, resümiert der Kölner Autor, der plötzlich feststellen musste, dass er keine Ausnahme war. So habe er dort viele politische Häftlinge, insgesamt 40.000 davon gibt es in der Türkei, getroffen, die etwa nur deswegen eingesperrt worden seien, weil sie friedlich für die Rechte der Kurden demonstriert hätten. Die Anschuldigungen gegen diese jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren seien absurd, so der Autor.

Er selbst hatte jedoch eine Lobby in Deutschland. Dort löste seine Verhaftung eine Welle der Solidarität aus. Diese hat schließlich zu seiner Freilassung geführt. Er selbst sagt: „Diese Öffentlichkeit hat mich gerettet.“

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