Hagia Sophia – Das achte Weltwunder steht in Istanbul

Die Hagia Sophia in Istanbul war erst eine Kirche, dann eine Moschee, schließlich ein Museum - und ist ein lohnendes Ziel für jeden Türkei Urlaub. Christliche und muslimische Elemente fließen hier zusammen. Die meterhohe Kuppel gibt zudem noch heute Architekten und Statikern Rätsel auf.

Die vielseitige Metropole Istanbul ist mit über 13 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Türkei. Auch wer mehr als einmal bei seinem Türkei Urlaub hierher kommt, wird immer wieder Neues entdecken. In Istanbul vereinen sich Moderne und Tradition, kulturelle und kulinarische Vielfalt, sowie ein pulsierendes Nachtleben. Als einzige Stadt der Welt erstreckt sie sich über zwei Kontinente, Europa und Asien. Das Stadtgebiet dehnt sich am Nordufer des Marmarameeres auf beiden Seiten des Bosporus aus, der Meerenge zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer.

In die Türkei reisen heißt manchmal durch die Zeit reisen

Istanbul kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Eines der bedeutendsten Gebäude der Metropole ist die 532 erbaute Kirche Hagia Sophia (aus dem Griechischen Αγια Σοφια – türkisch: Aya Sofya „heilige Weisheit“). Die sollte man sich beim Türkei Urlaub nicht entgehen lassen. Wer den riesigen Hauptraum mit der 56 Meter hohen Kuppel betritt, der findet sowohl christliche als auch muslimische Elemente vor. War doch die Hagia Sophia sowohl byzantinische Kirche als auch später Moschee.

Die Hagia Sophia galt als Hauptkirche des byzantinischen Reichs und war von hoher Bedeutung für das frühe orthodoxe Christentum. Die Idee zum Bau der Kirche ist dem Kaiser Justinian im Traum gekommen. Er wollte eine Kirche errichten, wie es sie seit Adams Zeiten nicht gegeben hatte und wie es sie nie wieder geben sollte. In ihren Ausmaßen sollte sie noch die gewaltige Polyeuktoskirche übertreffen, den bis dahin größten Sakralbau der Stadt. Justinian scheute deshalb weder Kosten noch Mühen: Bis zu 145 Tonnen Gold sollen in den Bau geflossen sein. Der Traum wurde wahr: Jahrhundertelang war die Hagia Sophia die größte Kirche der Welt und ihrer besonderen Architektur wegen auch ein Vorbild für zahlreiche Moscheen im Osmanischen Reich, wie die nahe gelegene blaue Moschee.

Fast 1.000 Jahre später – nach der Eroberung der Stadt durch die Osmanen 1453 –  wurde die Kirche zur Moschee, bereits am Nachmittag der Eroberung hat der erste muslimische Gottesdienst darin stattgefunden. Christliche Insignien wurden daraufhin durch muslimische ersetzt, Kreuze wichen Halbmonden, vier Minarette wurden ergänzt. 1932 wurde die Hagia Sophia, auf Anweisung Mustafa Kemal Atatürks, zum Museum und alte christliche Mosaiken wurden wieder freigelegt. Heute stellt das Gebäude eine Mischform aus christlichen und muslimischen Elementen dar und zeugt von der langen Geschichte der Stadt. Wegen ihrer riesigen über dem Hauptraum schwebenden Kuppel galt die Hagia Sophia bis ins Mittelalter als achtes Weltwunder. Noch heute rätseln Architekten, wie zur damaligen Zeit eine solche Bauweise möglich war.

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